Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Multifokales ERG: Über die Reproduzierbarkeit und interindividuelle Variabilität verschiedener Protokolle der RETIscan Version 3.1

Feigl B.

Augenklinik, Karl-Franzens-Universität, Graz


Hintergrund: Die RETIscan Multifokales ERG Version 3.1 bietet als Stimulus 61 Hexagone, die in einer frei einstellbaren Anzahl von Segmenten (1-8 zu je 43 Sekunden) in einer pseudorandomisierten binären m-Sequenz dargeboten werden (Frequenz 60 Hz, mittlere Leuchtdichte 180/cd/m2, Kontrast 99 %). Zur Auswertung können die Amplituden der einzelnen jeweils geprüften Loci sowie die vom Zentrum gemittelten konzentrischen Ringe für Amplituden und Latenzen gewählt werden. Ziel der Studie war es das verläßlichste reproduzierbare Protokoll zu ermitteln.
Patienten und Methoden: Es wurde an 17 Normalpersonen (25-35 Jahre, mittleres Alter 28) ein multifokales ERG monokulär in Mydriasis mit DTLElektroden jeweils an 2 unterschiedlichen Tagen durchgeführt. Die Anzahl der Segmente betrug 2, 4, und 8, die im Abstand von 2 Minuten hintereinander dargeboten wurden. Zur Auswertung diente uns die konzentrische Mittelung für Amplituden und Latenzen.
Ergebnisse: Es zeigte sich für Amplituden und Latenzen die größte Abweichung zwischen den beiden Untersuchungstagen im 2- (für Amplituden nahezu zweifach höher als 8- Segment Protokoll) und 4- Segment Protokoll. Eine Bevorzugung eines bestimmten Ringes zeigte sich bei den Amplituden nicht, bei den Latenzen ließ sich eine größere Variabilität betreffend des 1. Ringes nachweisen, die sich in Richtung peripher gelegener Ringe stabilisierte. Bezüglich der interindividueller Variabilität zeigte sich, daß diese am größten für Ring 1 war und gleichförmig in Richtung Exzentriztät abnahm. Davon waren die Amplituden stärker betroffen als die Latenzen.
Diskussion: Aufgrund der Ergebnisse ist die Anwendung von 8 Segment- Protokollen zu empfehlen. Erkrankungen die vorwiegend die Latenzen betreffen lassen sich auch mit kürzeren Protokollen dokumentieren.



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