Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Monokulare traumatische Hemianopsie

Fischer A., Spang A., Lang M., Krause M., Ruprecht K. W.

Universitäts-Augenklinik, Kirrbergerstr.1, D-66424 Homburg (Saar)


Hintergrund: Monokulare streng die vertikale Mittellinie respektierende Hemianopsien sind selten. Anhand von zwei Patienten soll auf die Möglichkeit einer traumatischen Genese hingewiesen werden.
Patienten und Methoden: Zwei Patientinnen (Alter: 17 und 39 Jahre) beklagten einen einseitigen nasalen Gesichtsfelddefekt bei Zustand nach ipsilateralem stumpfen Schläfentrauma sowie Schleudertrauma im Rahmen eines Verkehrsunfalls. Neben einer vollständigen morphologischen Diagnostik fanden statische und kinetische Perimetrie, elektrophysiologische (M-VEP,M-ERG, MF-ERG) sowie bildgebende Diagnostik (NMRSchädel mit Orbitaspule, CCT) Anwendung.
Ergebnisse: Klinisch zeigte sich eine ipsilaterale partielle Optikusatrophie, die elektrophysiologisch objektiviert werden konnte. Das binokulare Gesichtsfeld war regelrecht. Im NMR und CCT fanden sich keine pathologischen Auffälligkeiten. Der Visus betrug 1,0; die Pupillomotorik war unauffällig.
Schlußfolgerung: Trotz des Seltenheitswertes monokularer streng die Vertikale respektierender Hemianopsien muß in unklaren Fällen immer auch eine traumatische Genese in Betracht gezogen werden. In der Literatur werden derartige Ausfälle chiasmanahen Prozessen zugeordnet.



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