Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Dosis-Wirkungsbeziehung bei Cyclophotokoagulation mit dem Diodenlaser

Flamm C., Wiegand W.

Augenabteilung Klinikum Nord - Heidberg, Tangstedter Landstr. 400, 22413 Hamburg


Hintergrund: Obwohl die Cyclophotokoagulation (CPC) inzwischen zu den Standardeingriffen der Glaukomchirurgie gehört, fehlen eindeutige Dosierungsempfehlungen. Im folgenden sollen die Dosis- Wirkungsbeziehungen für eine einmalige CPC bei verschiedenen Indikationen untersucht werden.
Methode: Bei 125 Augen wurde eine CPC mit dem Diodenlaser (OcuLightSLx der Fa. Iris Medical, Wellenlänge 810 nm, 2000 mW, 2000 ms, 20-40 Herde) durchgeführt. Der drucksenkende Effekt wurde zwischen dem 1. und 3. postoperativen Tag für folgende Glaukomarten untersucht: Neovaskularisationsglaukom (NV), Glaukom bei Pseudophakie bzw. Pseudophakieglaukom (PG) und Zustand nach früheren Glaukomoperationen (ZG).
Ergebnisse: Beim NV (n=36) lag die mittlere Drucksenkung (mDS) am 1. postop. Tag bei 9,1 mmHg und am 3. postop. Tag bei 11,9 mmHg bei einem mittleren Ausgangsdruck von 32 mmHg. Beim PG (n=41) lag die mDS am 1. postop. Tag bei 6,0 mmHg und am 3. postop. Tag bei 8,3 mmHg bei einem mittleren Ausgangsdruck von 24,3 mmHg. Beim ZG (n=48) betrug die mDS am 1. postop. Tag 5,1 mmHg und am 3. postop. Tag 7,5 mmHg bei einem mittleren Ausgangsdruck von 21,9 mmHg. Die Druckverläufe zeigten jedoch hohe Standardabweichungen (4,6-7,8 mmHg). Bei 10 Augen (8%) trat postoperativ ein deutlicher Vorderkammerreizzustand und bei einem Auge eine Hypotonie auf.
Schlußfolgerung: Der drucksenkende Effekt der CPC scheint vor allem vom präoperativen Ausgangsdruck und weniger von der Art des Glaukoms abhängig zu sein. Der stärkste Druckabfall erfolgt bereits am ersten postop. Tag. Die Vorhersagbarkeit der Wirkung einer CPC ist aufgrund der interindividuellen Unterschiede jedoch schwierig. Die Komplikationsrate der CPC ist verhältnismäßig gering.



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