Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Die Akute Posteriore Multifokale Plakoide Pigmentepitheliopathie (APMPPE) - Vorstellung eines interessanten Falles.

Fryczkowski P., Kmera-Muszynska M., Prost M. G.

II Katedra i Klinika Okulistyki AM, ul. Sierakowskiego 13, 03-709 Warszawa, Polen


Hintergrund: Die Akute Posteriore Multifokale Plakoide Pigmentepitheliopathie (APMPPE) ist eine Bezeichnung, die 1968 von Gass erstmalig für die Beschreibung neues Syndroms eingeführt wurde. Dieses Syndrom charakterisiert: - plötzliche Sehverschlechterung die creme kreisförmige, plakoide Veränderungen verursachen und auf Höhe des retinalen Pigmentepithels auftreten. - spontane Rückbildung der Veränderungen innerhalb von wenigen Wochen mit Sehverbesserung und Überlassung der Hyperpigmentirrung des RPE ohne Schädigung der benachbarten Choroidea und Netzhaut.
Ziel: Wir stellen einen Fall der Akuten Posterioren Multifokalen Plakoiden Pigmentepitheliopathie vor.
Material und Methoden: Ein 59 - jähriger Diabetiker stellte sich mit einer seit wenigen Tagen auftretenden vernebelten Sehen beider Augen vor. Augenärztliche Untersuchung beider Augen zeigte folgende Befunde: Augenvorderabschnitt regelrecht, der Fundus zeigte im Zentrum zahlreiche, plaqueartigen, unscharf begrenzte creme Läsionen der ½ - 2 PD Groesse. Im Fundus fanden sich auch einzelne Mikroaneurysmen und intraretinale Blutungen. Im Bereich des Equators wurden Drusen festgestellt. Papille, Macula und retinale Gefäße waren unauffälig. Augenärztliche Untersuchung, Fluoroscein - und Indocianin Angiographie sowie USG wurden 3 mal während der 8 Monatiger Beobachtungszeit durchgeführt. Es wurde keine medikamentöse Behandlung angeordnet.
Diskussion: Die Pathogenese der APMPPE und Stelle der primären Schädigung sind bis jetzt unbekannt. Unterschiedliche Ausprägung der Veränderungen, von einer nicht bemerkbaren bis zur 2 PD Groesse, können durch ein ungleiches Ausmaß des anatomischen und funktionellen Läppchens der Choroidea erklärt werden. Bisher wurden in der Literatur so langbestehende Läsionen mit gleichbleibenden Zustand, wie bei unserem Patient nicht beschrieben. Der dauerhafte Diabetes mit einer schädlichen Wirkung auf die Kapillaren der Choroidea und Netzhaut kann solcher Krankheitsverlauf beeinflussen. Angiographische Untersuchungen bestätigten die These, dass die Lamina choroidocapillaris die primäre Schädigungsstelle in der APMPE ist. In der zugänglichen Literatur wurde APMPE nur bei zwei Patienten über 55 Lebensjahr beschrieben.



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