Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Sensitivität und Spezifität des "Flickervergleichs" von Papillenfotos

1Funk J., 1Lagreze W., 2Zeyen T.

1Universitäts-Augenklinik Freiburg, 2University Hospital, Department. of Ophthalmology, K. U. Leuven, Belgium


Einleitung: Die regelmäßige Untersuchung und Dokumentation der Papillenstruktur ist ein wesentlicher Bestandteil der Verlaufskontrolle bei Glaukompatienten. Veränderungen, die im Zeitverlauf auftreten, lassen sich mit dem sogenannten "Flickervergleich" analysieren. Dabei werden zwei Fotos, die zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden, übereinander projiziert und alternierend betrachtet. Unterschiede zwischen den beiden Fotos erscheinen so als Bewegung. Für den Flickervergleich wollten wir jetzt die Sensitivität und die Spezifität ermitteln.
Methode: Als "Goldstandard" stand ein Satz von 33 Bildpaaren zur Verfügung, die zuvor von drei unabhängigen Expertengruppen übereinstimmend klassifiziert worden waren. Bei 23 Bildpaaren war übereinstimmend "keine Änderung", bei 10 Bildpaaren übereinstimmend "Änderung" diagnostizert worden. Ohne Kenntnis dieser Beurteilung wurden alle 33 Bildpaare von 2 Untersuchern mittels Flickervergleich ausgewertet.
Ergebnisse: Die Auswertezeit nahm pro Bildpaar ca. 1 Minute in Anspruch. Die Sensitivität betrug 90%, die Spezifität 65%.
Diskussion: Die Sensitivität des Flickervergleichs war gut. Die Spezifität war etwas schlechter. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß einige Veränderungen, die im Flickervergleich erkennbar waren, von den Expertengruppen übersehen worden waren. Der Flickervergleich ist eine einfache, schnelle und zuverlässige Methode, im Zeitverlauf aufgetretene Veränderungen der Papillenstruktur nachzuweisen.



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