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| Abstract | 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin |
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| Verlaufsbeobachtungen und Ergebnisse nach perforierender Keratoplastik Genest K., Brandt S., Wilhelm F., Duncker G. I. W., Bredehorn T. Augenklinik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Magdeburger Str.8, D-06097 Halle/Saale Seit 1998 besteht die Mitteldeutsche Corneabank Halle (MCH). Zur Qualitätssicherung nach Corneatransplantation ist es gesetzlich festgelegte Aufgabe der Hornhautbanken, postoperative Daten über einen bestimmten Zeitraum zu erfassen. Mit dem Ziel, langfristige Überlebenschancen des Transplantats zu gewährleisten, sollen somit Komplikationen rechtzeitig erkannt und Risikofaktoren für den Tranplantationserfolg ermittelt werden. Material: In den Jahren 1998 bis 2000 wurden 341 perforierende Keratoplastiken (pKp) an der Universitätsaugenklinik Halle/S. durchgeführt. Davon wurden 132 Augen durchschnittlich 12±4,7 Monate (maximal 32) nachbeobachtet. Ergebnisse: Die häufigsten Indikationen zur pKP in diesem Kollektiv waren Hornhautnarben/-dystrophien (16,6%) und Pseudophakiekeratopathien (15,9%). HLA-typisierte Transplantate wurden in 16,6%, meist bei Re- Keratoplastiken, verwendet. Eine Transplantatreaktion trat in 22,7%, durchschnittlich nach 8,3±3,3 Monaten, auf. Eine irreversible Eintrübung war bei 20 Augen (15,1%) zu beobachten. Die Überlebenswahrscheinlichkeit des Transplantats (Kaplan-Meier-Analyse) betrug 87% nach 12 und 63% nach 32 Monaten. Das Transplantatüberleben wurde in Abhängigkeit von der Indikation für 4 Gruppen geschätzt. Es bestand ein signifikanter Unterschied (p=0,04) des Transplantatüberlebens (88% vs 36%) zwischen den Gruppen 1 (Keratokonus/Fuchs´sche und andere Dystrophien/Narben) und 4 (Re-Keratoplastik/Trauma/Verätzung). Erosiones (8,3%) und Nahtkomplikationen (6,0%) waren die häufigsten Komplikationen nach pKp. Schlußfolgerung: Die Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Nachsorge nach pKp, um Komplikationen, insbesondere immunologisch bedingte Transplantatreaktionen, rechtzeitig erkennen und behandeln zu können. Der Aufbau eines Follow-up Systems mit erweiterter Datenaufnahme soll es gewährleisten, anhand einer größeren Datenanzahl statistische Zusammenhänge im Hinblick auf Risikofaktoren zu erstellen und somit ein bestmögliches Transplantationsergebnis zu ermöglichen. |
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