Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Abstract Übersicht
   Abstracts overview
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Epiretinale Implantation, mechanische Befestigung und Funktionstests von Mikrokontakt-Arrays (MA) in M. fascicularis

1Gerding H., 2Hornig R., 2Eckmiller R., 2Dapper M., 2Böhm S., 1Taneri S., 1Uhlig C. E.

1Augenklinik der Universität Münster, 2Institut für Informatik VI, Neuroinformatik, Universität Bonn Germany


Hintergrund: Implantationsexperimente an M. fascicularis wurden durchgeführt, um die folgende Sequenz der Anwendung epiretinaler Retina Implantate zu testen: Chirurgische Technik der Implantation, epiretinale Befestigung von Implantaten sowie die Funktionstestung durch corticale Ableitung über Area V1 des visuellen Cortex.
Methoden: Chirurgie: 1. Epidurale Implantation von Ableitelektroden (CR) über Area V1, 2. VEP-Aufzeichung als initialer Test der CR-Elektroden, 3. Pars plana-Vitrektomie, 4. Injektion von Perfluorodecalin (PFC), 5. Implantation von MA´s über die Pars plana, 6. Epiretinale Positionierung der MA´s nach festgelegten Zielkoordinaten, 7. Stabilisierung der MA´s durch neuentwickelte Hybrid-Mikronägel (Durchmesser <100µm), 8. Überschichtung durch PFC, 9. Verschluß der Sklerotomien, 10. Multikanal-Ableitung und Averaging corticaler EEP´s. Histologie: Lichtmikroskopie der kontaktierten Netzhautbereiche.
Ergebnisse: Das avisierte operative Vorgehen erlaubte eine sichere und atraumatische Implantation und Befestigung epiretinaler Implantate unter Bedingungen, die einer Daueranwendung entsprechen. Die Verwendung der hybriden Mikronägel erwies sich als sehr flexibel, atraumatisch und präzise steuerbar, so daß der vorgegebene Implantationsort mit hoher Präzision erreicht werden konnte. Durch Ableitung elektrisch evozierter corticaler Potentiale konnte der Beleg eines funktionellen Erhalts der kontaktierten Netzhaut erbracht werden. Durch histologische Analyse konnte die atraumatische Implantation und Befestigung der MA belegt werden.
Schlußfolgerungen: Unter Anwendung der zugrundeliegenden chirurgischen Technik können Mikrokontakt-Arrays kontrolliert und räumlich präzise epiretinal positioniert und befestigt werden. Epiretinale Stimulation und corticale Feldpotentialableitungen erbrachten einen weitgehenden Beleg für die funktionelle Integrität des visuellen Systems unter diesen Arbeitsbedingungen.



DOG HomepageZurück / Back