Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Die Optische Kohärenz-Tomographie (OCT) zur Verlaufskontrolle von Makulaerkrankungen

Göbel W.

Universitäts-Augenklinik, Josef-Schneider-Str. 11, 97080 Würzburg


Einführung: Die optische Kohärenz-Tomographie basiert auf der Interferenz infraroten Laserlichts kurzer Kohärenzlänge zwischen einem Messstrahlengang, der in den Netzhautstrukturen partiell reflektiert wird, und einem Referenzstrahlengang. Damit sind optische Schnitte durch die Netzhaut mit einer hohen axialen Auflösung von 10-20µm möglich. Diese Technik ist seit 4 Jahren für die breitere klinische Anwendung verfügbar und beginnt sich als Routinemethode in der Diagnostik und Verlaufskontrolle von Erkrankungen der Makula zu etablieren.
Klinischer Einsatz: Die Diagnostik und Verlaufskontrolle von Makulaödemen stellt eine Domäne der optischen Kohärenz-Tomographie dar. Beim nichtdiabetischen Makulaödem z.B. im Rahmen des Irvine-Gass Syndroms, der Uveitis oder in der Folge venöser Verschlüsse eignet sie sich zur objektiven und nicht-invasiven Therapiekontrolle und kann in den meisten Fällen die Fluoreszenz-Angiographie ersetzen. Beim diabetischen Makulaödem kann sie den Erfolg oder Misserfolg einer fokalen Laserkoagulation objektiv dokumentieren und dadurch die Indikation zu weiteren therapeutischen Maßnahmen erleichtern. Einen besonderen Stellenwert besitzt die optische Kohärenz-Tomographie bei der quantitativen Dokumentation des Verlaufs von exsudativen Makulaerkrankungen, wie der Chorioretinopathia centralis serosa, da diese zunächst nur kontrolliert oder medikamentös therapiert werden. Den zweiten Schwerpunkt des klinischen Einsatzes hat die optische Kohärenz- Tomographie bei Erkrankungen der vitreoretinalen Grenzfläche. Mit ihrer Hilfe lässt sich nicht nur das Stadium eines Makulaforamens mit der Differenzialdiagnose zu anderen klinisch ähnlichen Erkrankungen festlegen, sondern auch nach einer Vitrektomie der erfolgreiche Verschluß der Lochränder dokumentieren.
Ausblick: Eine zukünftig größere Bedeutung wird die optische Kohärenz- Tomographie bei der altersabhängigen Makuladegeneration gewinnen. Da diese Methode in der Lage ist, die exsudative Komponente neovaskulärer Membranen darzustellen, könnte sie zukünftig in Ergänzung der Angiographie eine nicht-invasive diagnostische Option in der Verlaufskontrolle nach photodynamischer Therapie oder transpupillarer Thermotherapie sein.



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