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| Abstract | 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin |
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| Entwicklung eines internationalen Uveitis-Experten-Netzwerkes Grueb M., Bräuning J., Derse M., Stuebiger N., Zierhut M. Universitäts-Augenklinik, Schleichstraße 12-16, D-72076 Tübingen Abteilung I (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. K.U. Bartz-Schmid) Fragestellung: Diagnostik und Therapie chronischer Krankheiten, wie z.B. der Uveitis, erfordern häufig ein großes Maß an Erfahrung. Dies bedeutet für den Patienten unter Umständen eine Vielzahl von Arztwechseln, mit der Gefahr einer weiteren Verschlechterung der Erkrankung. Ziel des Projektes war der Aufbau eines internationalen Expertensystems im Bereich der Uveitis, mit der Möglichkeit, Problempatienten gemeinsam diskutieren zu können. Methodik: Neben der Erstellung einer Plattform, auf der die entsprechenden Fälle dargestellt und diskutiert werden können, musste eine geeignete Software entwickelt werden, die möglichst einfach und effektiv den Datentransfer (Daten, Bilder, Videosequenzen) bewältigt, sowie die entsprechende Hardware optimiert werden, so dass diese ohne Qualitätsverlust eine Komprimierung ermöglicht, wie sie für das Versenden großer Datenmengen unumgänglich ist. Ergebnisse: Wir etablierten hierfür eine Internetplattform. Neben der Möglichkeit zur Diskussion und Vorstellung von Fallberichten ermöglicht die Plattform den Erwerb und das Installieren von Komponenten zur Kommunikation und zum Datentransfer via Internet bzw. via ISDN. Dies beinhaltet die Software zum Betrachten, Archivieren und zum Austausch von Videosequenzen sowie die Hardware zu deren Komprimierung und Transfer. Die Software wurde in unserem Labor für Telemedizin entwickelt. Ein Videobetrachter und -editor der mit einem Internetmail-Transfermodul verbunden ist, ermöglicht das Versenden des Videos gezielt an ein Mitglied oder die gesamte Gruppe. Die Hardware bietet die Möglichkeit das System mit einer herkömmlichen analogen Videoschnittstelle (Videorekorder, Spaltlampe, SLO, Funduskamera, etc.) zu verbinden und konvertiert das Signal in eine digitale Videosequenz nach MPEG-Verfahren, die nach entsprechender Komprimierung verschickt werden kann. Die Hardwarevoraussetzungen hierfür sind ein PC Pentium 133 Mhz oder mehr, ausgerüstet mit einem Intel basiertem Chipset, 32 MB RAM, 4 MB Graphikkarte, ISDN-Adapter/Internet-Verbindung. Zur Zeit zählt das Netzwerk circa 20 Mitglieder. Schlußfolgerung: Das hier vorgestellte Uveitis-Netzwerk stellt nach unserem Wissen das erste internationale Expertennetzwerk für Augenerkrankungen dar. Es ist geplant, das Netzwerk auf weitere ophthalmologische Bereiche auszuweiten. Abrechnungsprobleme müssten jedoch gelöst werden, um diese Form der Telemedizin für eine größere Patientenzahl zugänglich zu machen. |
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