Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Vitreoretinale Zweiteingriffe nach elektiver Makulachirurgie

Hager A., Ehrich S., Wiegand W.

Abteilung für Augenheilkunde, Klinikum Nord-Heidberg, Tangstedter Landstr. 400, 22413 Hamburg


Hintergrund: Das Spektrum der Re-Operationen nach elektiver Makulachirurgie soll an einem größeren Patientenkollektiv untersucht werden. Dabei werden alle Zweiteingriffe außer der Katarakt-Operation berücksichtigt.
Methoden: Zwischen 1995 und 2000 wurden 350 Augen aufgrund eines macular pucker (n=212) oder eines Makulaforamens (n=138) einer Standard-PPV mit hinterer GK-Abhebung, membrane peeling und SF6- Instillation ohne Zuhilfenahme von Adjuvantien unterzogen. Die Vitrektomien wurden von insgesamt 4verschiedenen Operateuren durchgeführt. Bei allen Patienten erfolgte 3-4 Wochen vor der Erst-PPV eine zirkuläre periphere NH-Kryopexie. Die postoperativen Kontrollen erfolgten mit einem follow-up von mindestens 6 Monaten. Untersucht wurden die Anzahl der erforderlichen Re-Vitrektomien sowie die postoperative Amotiorate.
Ergebnisse: Bei unserem Patientenkollektiv mußte in 18 Fällen (5.1%) eine erneute PPV wegen eines unzureichenden postoperativen Makulabefundes durchgeführt werden, davon 8/212 (3.8%) nach macular pucker wegen Rezidivmembranen und 10/138 (7.2%) nach Makulaforamen wegen eines nicht erfolgten Lochverschlusses. In 8/350 (2.3%) trat postoperativ eine rhegmatogene Amotio auf, wobei die NH bei 4 Patienten durch eine eindellende OP wieder angelegt werden konnte und bei 4 Patienten eine oder mehrere Re-PPV durchgeführt werden mussten.
Schlußfolgerung: In unserem Kollektiv wurde in nur 26/350 Augen (7.4%) ein vitreoretinaler Zweiteingriff nach elektiver Makulachirurgie notwendig. In 8 Fällen (2.3%) war der Zweiteingriff durch eine visusbedrohende postoperative Amotio bedingt. Diese Rate ist deutlich niedriger als in den meisten anderen Studien und weist auf einen möglichen positiven Effekt der präoperativen zirkulären Kryoretinopexie zur Senkung des postoperativen Amotiorisikos hin.



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