Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Resultate der primären Amotio-Chirurgie an phaken und pseudophaken Augen

Halberstadt M., Sans N., Körner F., Garweg J. G.

Univ.-Augenklinik, Inselspital, CH - 3010 Bern


Ziel der Studie: Anhand einer retrospektiven Datenerhebung wurde der Zusammenhang zwischen der Linsensituation des Patienten und dem chirurgischen Resultat nach primärer Netzhauchirurgie untersucht.
Patienten und Methoden: Die Daten aller Patienten, die zwischen 1996 und 1998 wegen einer primären Amotio retinae an phaken (n=265) oder pseudophaken Augen (n=99) von zwei Operateuren operiert worden waren und eine Nachbeobachtungszeit von mindestens 6 Monaten aufwiesen, wurden retrospektiv nach einem standardisierten Erhebungsprotokoll erfasst und miteinander verglichen.
Resultate: Eine ausreichende Nachbeobachtung war bei 265 Patienten [Gruppe 1, phake Augen: 178 Patienten (67%); Gruppe 2, pseudophake Augen: 73 Patienten (74%)] dokumentiert. In der ersten Gruppe wurde eine vollständige Anlage der Netzhaut in 149 Fällen (83.7%), in der zweiten in 63 (86.3%; p=0.6) erreicht. Die Ausdehnung der Amotio war bei Pseudophakie grösser (4.9 +/- 2.6 vs. 6.3 +/- 2.6 Uhrzeiten; p<0.0001), die Anzahl Foramina war bei phaken Augen höher (1.9 +/- 1.6 vs. 1.1 +/-1.1 Foramina; p<0.001). Eine primäre Vitrektomie zusätzlich zu der Buckel- Operation war in 18 und 17% erforderlich (p=0.8). Eine schwere PVR trat in beiden Gruppen gleichermassen häufig auf (9.5 vs. 5.8%; p=0.31).
Schlußfolgerung: Die Pseudophakie-Amotio hat unabhängig vom Lochnachweis mit extraokulärer Netzhautchirurgie die gleiche Prognose wie die rhegmatogene Amotio, obwohl die Amotio-Ausdehnung in der Regel größer ist. Eine primäre Vitrektomie war bei konventioneller Indikationsstellung bei Pseudophakie nicht häufiger erforderlich als bei phaken Augen.



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