Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Inter- und intraindividuelle Unterschiede bei der Tumorvermessung mittels standardisierter Echographie

Haritoglou C., Herzum H., Neubauer A., Mueller A. J.

Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität, Mathildenstr. 8, D-80336 München

Einführung: Die Kenntnis über die Genauigkeit der Tumorvermessung mittels standardisierter Echographie hat nicht nur Bedeutung bei der Auswahl des Therapieverfahrens, sondern auch in der Langzeitbeobachtung von Tumorpatienten. Ziel dieser Studie war es, interund intraindividuelle Unterschiede bei der Tumorvermessung zu beschreiben.
Methoden: 20 konsekutive Augen von 20 konsekutiven Patienten mit uvealen Melanomen wurden unabhängig voneinander von drei erfahrenen Untersuchern beurteilt. Die Messungen der Tumorhöhe und der Tumorbasis wurden mittels gängiger A- und B-scan Techniken an vier aufeinanderfolgenden Tagen erstellt. Die statistische Auswertung erfolgte mittels SPSS für Windows (SPSS Inc., Chicago, IL, USA).
Ergebnisse: Die mittlere Standardabweichung über alle drei Untersucher betrug bei der Messung der Tumorhöhe 0,18 mm (A-scan), 0,79 mm bei der Messung des transversalen und 0,69 mm bei der Messung des longitudinalen Basisdurchmessers. Die mittlere Standardabweichnug über alle Untersucher sank bei wiederholter Messung von 0,3 mm am ersten auf 0,10 mm am vierten Tag. Der intraindividuelle Variationskoeffizient lag zwischen 20-35%.
Schlußfolgerung: Die standardisierte Echographie ist eine sehr hilfreiche und verlässliche Untersuchungsmethode zur Beurteilung der Tumorhöhe. Aufgrund der geringen interindividuellen Unterschiede können die Messwerte verschiedener Untersucher im Rahmen der Verlaufsbeobachtung verglichen werden. Ein Tumorwachstum kann beschrieben werden, wenn der Meßunterschied mindestens zwei Standardabweichungen beträgt, in unserer Studie 0,18 mm.




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