Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Ist die optische Kohärenztomograhie (OCT) eine Indikationshilfe bei der Wiederbehandlung mit photodynamischer Therapie (PDT) bei klassischer chorioidaler Neovaskularisation (CNV)?

Hassenstein A., Schwartz R., Richard G.

Universitäts-Augenklinik Hamburg Eppendorf, Martinistr. 52, 20251 Hamburg

Die optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein nicht-invasives hochauflösendes bildgebendes Verfahren zur Darstellung retinaler Strukturen mit einer Auflösung von bis zu 10µm. Es sollten morphologische Veränderungen vor und nach photodynamischer Therapie (PDT) dargestellt werden.
Patienten: 50 Patienten mit 50 bis 100% klassischer chorioidaler Neovaskularisation (CNV) wurden mit Biomikrosopie, Fluoreszenzangiographie (FAG) und OCT vor und nach PDT untersucht und verglichen.
Ergebnissse: Das OCT zeigte in allen Fällen eine subfoveoläre konvexe, spindelförmige Verdickung der hochreflektiven Pigmentepithelschicht. Vor PDT fanden sich zystoide Veränderungen der sensorischen Netzhaut (11%) und eine Abhebung der sensorischen Netzhaut (29%). Nach PDT zeigte das OCT eine Abflachung der sensorischen Netzhaut bei unveränderter RPE-Verdickung und Auflösung der zystoiden Strukturen (5%). 50% der Patienten hatten vor und nach PDT keine sichtbaren Unterschiede im OCT.30% hatten nur nach PDT eine Abhebung der sensorischen Netzhaut und in 20% kam es zur Resorption der sensorischen Abhebung nach PDT. Es gab keine signifikante Korrelation zwischen Visus und Abhebung der sensorischen Netzhaut subfoveolär.
Schlußfolgerung: Zystoide Strukturen konnten nur im OCT entdeckt werden, nicht aber im FAG. Mit dem OCT kann zuverlässig und nichtinvasiv vor und nach PDT das Ausmaß der Leckage als Zysten oder Abhebung quantifiziert werden und möglicherweise zukünftig die Indikation zur Re-PDT beeinflussen.




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