Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Pathogenese und neue therapeutische Aspekte der herpetischen Keratitis

Heiligenhaus A.

Augenabteilung am St. Franziskus Hospital, Ophtha-Lab, Münster

In der Pathogenese der stromalen Keratitis durch HSV-1 (HSK) spielen immunologische Prozesse eine Schlüsselrolle. Es wird dargestellt, welche Faktoren an der nekrotisierenden Entzündung beteiligt sind. Weiterhin wird über einige neue therapeutische Aspekte berichtet.
Die HSK wird durch CD4-T Lymphozyten vermittelt. Daher ist die Anwendung von Cyclosporin A sinnvoll, insbesondere bei Steroidrespondern und Epitheldefekten.
In der Entwicklungsphase der Keratitis werden hauptsächlich Th1-Zytokine (IL-2, IFN-?) exprimiert, während in der Heilungsphase die Th2-Zytokinantwort (IL-4, IL-10) überwiegt. Fumarsäureester können im HSK Modell eine Immunmodulation bewirken, indem die Produktion von Th2-Zytokinen gesteigert wird ohne die Th-1 Zytokinantwort zu beeinflussen.
Es wird dargestellt, daß sich mit Antisense-Oligonukleotiden die inflammatorischen Zytokine (IL-2, IFN-?, TNF-a) gezielt an ihrer Produktion und Sekretion im Auge hindern lassen. Durch eine topische, zytokinplasmid-vermittelte Immunmodulation läßt sich der Verlauf der experimentellen HSK verbessern.
Kürzlich ist gezeigt worden, daß eine Transplantation von humaner Amnionmembran (AMT) die stromale Infiltration und Ulzeration bei der experimentellen HSK verbessert. Es werden die anti-entzündlichen Effekte nach AMT dargestellt.

Mit Unterstützung der DFG He 1877/7-1, He 1877/12-1 und der Grimmke-Stiftung


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