Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Beurteilung der Signifikanz von VEP-Antworten bei Mehrkanal- Ableitungen

Heine M., Meigen T.

Universitäts-Augenklinik Würzburg, Josef-Schneider-Str. 11, 97080 Würzburg

Fragestellung: Das visuell evozierte Potenzial (VEP) kann zur objektiven Visusbestimmung herangezogen werden. Wir untersuchten die abgeleiteten VEPs unterschiedlicher Elektrodenpositionen mit der Frage, ob sich die Anzahl der signifikanten VEP-Antworten durch eine Mehrkanal- Ableitung erhöht, was eine Optimierung der Messmethode ermöglichen würde.
Methoden: Bei 10 Normalpersonen (24-60J.) wurden monokular VEPs vierkanalig registriert, wobei Oz gegen vier Referenzen (je 3,5 cm links, rechts, ober- und unterhalb von Oz) abgeleitet wurde. Als Reizmuster dienten Schachbrettmuster (8 Karogrößen zwischen 0,69¡-10,71¡, Kontrast 99%, mittlere Leuchtdichte 50 cd/m2). Das Reizfeld betrug 15¡x11.3¡. Die Muster-Onset-Reize (On/Off von 15ms/45ms) wurden unter Steady-State- Bedingungen (16 rps) präsentiert. Zur Datenanalyse wurde das Signifikanzniveau über das Signal-Rausch-Verhältnis zu den Nachbarfrequenzen bestimmt. Wir untersuchten den Anteil signifikanter VEP-Antworten mit p<1% nach den Kriterien: a) die VEP-Antworten der einzelnen Kanäle sind signifikant b) die gemittelten VEP-Antworten aller vier Kanäle sind signifikant (Laplacian-Berechnung) c) Mindestens eine VEP-Antwort der 4 Einzelkanäle ist signifikant (korrigiert auf Mehrfachtestung).
Ergebnisse: Der Anteil signifikanter VEP-Antworten war wie folgt: a) 79%, b) 76,25% und c) 91,2%.
Schlußfolgerung: Die Addition der VEP-Kurven bei der Laplacian-Berechnung (b) verbessert das Signal-Rausch-Verhältnis nicht gegenüber einer Auswertung der Einzelkanäle (a). Dennoch mag die Ableitung und Auswertung von mehreren Kanälen (c) sinnvoll sein, da nicht immer bei derselben Elektrodenposition die deutlichsten VEP-Antworten zu erwarten sind.




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