Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Parapapilläre Atrophie in Normalaugen einer randomisiert ausgesuchten, südindischen Bevölkerungsgruppe

1Hempel C., 2George R., 2Thomas R., 3Muliyel J. P., 1Jonas J. B.

1Universitäts-Augenklinik der Fakultät für klinischen Medizin Mannheim der Universität Heidelberg; 2Department of Ophthalmology, Christian Medical College, Vellore, Tamil Nadu, Indien; 3Department of Community Health, Christian Medical College, Vellore, Tamil Nadu, Indien

Hintergrund: Die parapapilläre Atrophie ist von diagnostischer und pathogenetischer Bedeutung für die Glaukome. Als Teil der Papillenmorphologie unterliegt sie möglicherweise ethnisch bedingten Variationen. Ziel der Studie war, die Häufigkeit und die Größe der parapapillären Atrophie in einer zufällig ausgesuchten Gruppe von Bewohnern von Vellore / Tamil Nadu / Südindien zu untersuchen.
Patienten und Methode: Die prospektive, epidemiologische, nicht interventionelle Studie umfaßte 73 ophthalmologisch unauffällige Bewohner einer Vorortes von Vellore. Die Probanden wurden zufällig ausgewählt und gebeten, an einer allgemeinen Augenuntersuchung teilzunehmen. Alle Probanden waren erwachsen mit einem Altersbereich von 35 bis 65 Jahren. Sie waren Teil einer Bevölkerungs basierten Selektion von Probanden, die 5 Jahre früher untersucht worden war. Die Probanden der gegenwärtigen Studie bildeten eine zufällig ausgesuchte Untergruppe, die für eine erneute Untersuchung erneut zur Untersuchung gebeten worden war. Die Studiengruppe wurde mit einer Gruppe von 50 kaukasischen Probanden verglichen. Für alle Probanden wurden farbige Papillenstereophotographien angefertigt und untersucht.
Ergebnisse: Wurde die parapapilläre Atrophie in die Zonen Alpha und Beta aufgeteilt, war Zone Alpha hochsignifikant (P<0,001) häufiger als Zone Beta vorhanden. Beide Zonen waren signifikant (P<0,01) am häufigsten vorhanden und am größten ausgebildet im temporal horizontalen parapapillären Sektor, gefolgt vom temporal unteren Sektor, dem temporal oberen Sektor, und schließlich dem nasal Sektor. Häufigkeit und Größe beider Zonen waren unabhängig von der Größe der neuroretinalen Randsaumes und Seite und Geschlecht. Häufigkeit und Größe beider Zonen waren abhängig von der Größe der Papille.
Schlußfolgerungen: Zonen Alpha und Beta der parapapillären Atrophie haben in Normalaugen von Südindern eine ähnliche Häufigkeit und Größe wie in Normalaugen von Kaukasieren. Dies deutet eine mögliche Bedeutung der parapapillären Atrophie für die Glaukomdiagnostik auch von südindischen Patienten mit Glaukom an.



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