Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Echographische und angiographische Beurteilung der Grubenpapille

Henc-Petrinovic L., Kuzmanovic B., Petrinovic-Dorešic J.

Institut für Augenheilkunde, Allg. Krankenhaus "Sveti Duh", Sveti Duh 64, 10000 Zagreb, Kroatien

Einleitung: Die Echographie und die Fluoreszenzangiographie werden in der Bewertung der Dekompensation der kongenitalen kolobomatösen Anomalie des Sehnerves, der Grubenpapille oder "pit of the disc" benutzt.
Methoden: Im Laufe der Zeit von 13 Jahre fand man bei 11 Patienten (6 Frauen und 5 Männer), im Alter von 18-32 Jahre, einen Defekt im temporalen unteren Teil der Sehnervenpapille, eine zentrale seröse Netzhautabhebung mit einer verminderten Sehschärfe, das Verschwommensehen und die Gesichtsfeldausfälle (zentrale und bogenförmige). Die Ultraschalluntersuchung zeigte eine mehr oder weniger sichtbare, flache Netzhautabhebung in der papillomakulären Region (Exsudation). Die Fluoreszezangiographie zeigte eine späte Füllung der Papillengrubenbildung mit der Farbe und eine Verbreitung der Farbe unter der Netzhaut, meistens im Makulabereich.
Ergebnisse: Mit der Anwendung der lokalen Kortikosteroidtherapie haben sich, innerhalb einiger Wochen, die Symptomen zurückgezogen. Bei vier Patienten fand man eine residuale Disgrupierung des makulären, retinalen Pigmentepithels.
Diskussion: Die Ethiopathogenese der makulären Netzhautabhebung in den Fällen der Grubenpapille ist nicht vollständig geklärt. Die neue Hypothese, die Grubenpapille könnte eine Verbindung zwischen subretinalem und subarachnioidalem Raum sein, wäre annehmbar. Eine andere mögliche Entwicklungskomponente der makulären Netzhautabhebung könnte eine vitreale Traktion sein. Eine simultane Erscheinung der hinteren Glaskörperabhebung und der Makulabhebung könnte ein Beweis für die traktionale Genese der makulären Abhebung im Fall der Grubenbildung der Papille sein. Echographische Ergebnisse in unserer Studie, die keine Zeichen der hinteren Glaskörperabhebung aufgewiesen haben, bestätigen diese Hypothese nicht. Eine bessere Auffassung der Pathogenese könnte zur Folge eine optimale Auswall von Behandlungsmodalitäten (Vitrektomie, Gasinsufflation, Laserkoagulation) haben, was das Herabsetzen der Sehschärfe prävenieren könnte.




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