Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Verteilung des Adhäsionsmoleküls Galektin-3 im fötalen und adulten menschlichen Auge

1Hesse L., 1Löhr U., 2Elsässer H. P.

1Klinik für Augenheilkunde, Philipps-Universität, Robert-Koch-St. 4, 35033 Marburg; 2Abteilung für Zellbiologie, Philipps-Universität, Robert-Koch-Str. 5, 35033 Marburg

Hintergrund: Nachweis des Adhäsionsmoleküls Galektin-3 in erwachsenen und fetalen menschlichen Augen durch Immunhistochemie und Western Blot.
Methode: Bulbi von humanen Spenderaugen (n=6) wurden unmittelbar nach Entfernung der Hornhaut fixiert. Zusätzlich wurden 6 fötale Augen mit einem Gestationsalter von 13 - 22 Wochen untersucht. Der Nachweis von Galektin-3 erfolgte lichtmikroskopisch mittels einer Immunperoxidase Technik. In fünf unfixierten Augen wurde die Netzhaut sorgfältig von der Choroidea abpräpariert. Anteriore, äquatoriale und posteriore Anteile wurden getrennt mittels semiquantitativer Westernblots untersucht.
Ergebnisse: Im ausgewachsenen Auge war Galektin-3 am stärksten in den anterioren Anteilen der Netzhaut im Bereich der Glaskörperbasis nachweisbar. Die posterioren Anteile der Netzhaut zeigten nur eine schwache Färbung. Diese immunhistochemischen Unterschiede wurden durch die Western Blots bestätigt. In fötalen Augen war kein Galektin-3 in der Netzhaut vorhanden. Dagegen war Galektin-3 sowohl in fötalen als auch adulten Linsenepithelzellen und benachbarten Linsenfasern nachweisbar, nicht jedoch in der Linsenkapsel. Der Nucleus der fötalen Linse war Galektin-3 positiv, nicht jedoch der Linsenkern des Erwachsenen.
Schlußfolgerung: Aufrund der Verteilung von Galektin-3 in der Netzhaut scheint dieses Adhäsionsmolekül eine wichtige Rolle in der Verbindung zwischen Glaskörperkortex und Netzhaut spielen. Durch Zusatz geeigneter Dissacharide in der Infusionslösung könnte die Bindung dieses Adhäsionsmoleküls kompetitiv gehemmt werden, was die Abhebung des Glaskörpers während der Vitrektomie erleichtern würde.




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