Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Einfluß von einfacher versus doppelter fortlaufender Naht auf den postoperativen Astigmatismus nach perforierender allogener Keratoplastik

1Heyer C., 2Rank R. M., 2Budde W. M., 1Jonas J. B.

1Universitäts-Augenklinik der Fakultät für klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg; 2Augenklinik mit Poliklinik der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen, Schwabachanlge 6, 91054 Erlangen

Hintergrund: Ziel der Studie war zu untersuchen, welchen Einfluß eine doppelte versus eine einfache fortlaufende Naht auf den kornealen Astigmatismus bei Patienten hat, für die eine perforierende allogene Keratoplastik als Therapie einer Fuchsschen Hornhautendotheldystrophie bzw. eines Keratokonus durchgeführt wurde.
Patienten und Methoden: Die retrospektive, vergleichende, klinische, nicht interventionelle Studie umfaßte alle 101 Patienten, für die eine perforierende allogene Keratoplastik als Behandlung eines Keratokonus oder einer Fuchsschen Hornhautendotheldystrophie durchgeführt worden war. Eine einfache fortlaufende Naht wurde für alle Operationen verwendet, die zwischen 1989 und 1992 (n=44 Patienten) durchgeführt wurden. Eine doppelte Naht wurde bei allen zwischen 1992 und 1997 durchgeführten Operationen angewendet (n=57 Patienten). Beide Studiengruppen unterschieden sich nicht signifikant (P>0,05) im Geschlecht von Patient und Spender, Alter von Patient und Spender, und rechtem oder linken Auge. Mit Ausnahme der verschiedenen Nahttechnik unterschied sich die chirurgische Technik nicht zwischen den beiden Studiengruppen.
Ergebnisse: Eine Fadenlockerung wurde signifikant (p<0,001; Chi-Square- Test) häufiger in der Gruppe mit einfacher fortlaufender Naht als in der Gruppe mit doppelter Naht beobachtet. Postoperativer refraktiver und keratometrischer Astigmatismus waren geringer, aber nicht signifikant geringer (P>0,10), in der Gruppe mit doppelter Naht als in der Gruppe mit einfacher Naht.
Schlußfolgerungen: Bei perforierender Keratoplastik als Therapie eines Keratokonus oder einer Fuchsschen Hornhautendotheldystrophie ist eine doppelte fortlaufende Hornhautnaht hilfreich zur Verminderung des Risikos einer postoperativen Fadenlockerung. Die Nahtwahl hat keinen ausgeprägten Einfluß auf den postoperativen kornealen Astigmatismus.




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