Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Ergebnisse der endonasalen Dacryocystorhinostomie

1Höft S., 2Holland D., 2Höft U., 1Maune S.

1Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, UK Kiel, Arnold-Heller-Str. 14, 24105 Kiel, 2Klinik für Ophthalmologie, UK Kiel Hegewischstr. 2, 24105 Kiel

Einleitung: Die Behandlung der Tränenwegsstenose hat durch die Einführung der endonasalen Nasennebenhöhlenchirurgie eine Wandlung zur endonasalen Dacryocystorhinostomie erfahren. Wir präsentieren unsere Ergebnisse in einer retrospektiven Untersuchung.
Methode: In die Untersuchung wurden 240 Operationen an 217 Patienten (139 Frauen, 78 Männer) einbezogen, bei denen zwischen November 1989 und Dezember 1999 eine uni- bzw. bilaterale endonasale Dacrycystorhinostomie mit Einlage einer Tränenwegsschienung durchgeführt wurde. Die klinische Nachsorge erfolgte über mindestens 6 Monate. Die Patienten wurden hinsichtlich Ursache der Beschwerden, Ausmaß und Lokalisation der Tränenwegsobstruktion, Dauer der Tränenwegsschienung und dem Behandlungsergebnis verglichen.
Ergebnisse: Die Dauer der Nachsorge betrug im Mittel 46 Monate (Minimum: 6, Maximum 131). 72,1% der Patienten waren postoperativ beschwerdefrei. Bei 7,9% der Patienten besserte sich das Beschwerdebild, wohingegen bei 20,0% der Patienten postoperativ eine unveränderte Epiphora bestand. Das Ausmaß der Tränenwegsobstruktion und die Genese hatten keinen Einfluß auf das Therapieergebnis. Patienten mit einer praesaccalen Stenose oder aber einer Verweildauer der Tränenwegsschienung von unter 6 Monaten wiesen mit 29,2% bzw. 33,3% ein erhöhtes Risiko eines Rezidivs auf. Als operative Komplikation trat bei einem Patienten ein Unterlidabszeß auf. Bei einem weiteren Patienten kam es zu einer Synechie zwischen Ober- und Unterlid.
Schlußfolgerung: Die endonasale Dacryocystorhinostomie mit Tränenwegsschienung ist eine komplikationsarme Therapie der Tränenwegsobstruktion mit einer hohen Erfolgsrate. Bei praesaccalen Obstruktionen sollte die Tränenwegsschienung lange in situ belassen werden, um ein Rezidiv zu vermeiden.




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