Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Abstract Übersicht
   Abstracts overview
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Intra- und extraorbitale Myositis als Erstmanifestation einer Polymyositis

1Höft U., 1Holland D., 2Höft S., 2Maune S., 1Nölle B.

1Klinik für Ophthalmologie, UK Kiel, Hegewischstr. 2, 24105 Kiel, 2Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, UK Kiel, Arnold- Heller-Str. 14, 24105 Kiel

Hintergrund: Bei Auftreten eines akuten einseitigen Exophthalmus muß differentialdiagnostisch an einen orbitalen Tumor, ein entzündliches Geschehen oder an einen Gefäßprozeß gedacht werden. Wir demonstrieren den Fall einer intra- und extraorbitalen Myositis im Rahmen einer Polymyositis.
Kasuistik: Ein 44jähriger Patient stellte sich erstmalig im Februar 2001 vor. Fünf Monate zuvor war ein akuter linksseitiger Exophthalmus mit Diplopie aufgetreten. Bei V. a. einen myositischen Pseudotumor war extern eine Steroidtherapie sowie eine anschließende Radiatiotherapie der Orbita durchgeführt worden. Nach anfänglicher Besserung der Symptomatik kam es nach Ausschleichen der Steroidmedikation zu einem Rezidiv. Bei Vorstellung zeigte sich ein hochgradiger Exophthalmus mit hochgradiger Motilitätseinschränkung sowie V. a. Optikuskompression bei Visusminderung und Gesichtsfeldeinschränkung. Zusätzlich zeigte sich eine gleichseitige Schwellung des Schläfenbereichs. Das vorliegende MRT zeigte eine deutliche Verdickung der linksseitigen geraden Augenmuskeln sowie eine Verdickung des gleichseitigen M. temporalis. Zur Diagnosesicherung führten wir eine Probebiopsie des linken M. temporalis durch. Diese ergab das histologische Bild einer beginnenden Polymyositis. Unter einer systemischen Therapie mit Azathioprin und Sterioden kam es zu einem schnellen Rückgang des Exophthalmus und der Weichteilschwellung sowie zu einer Visusverbesserung.
Schlußfolgerung: Eine orbitale Myositis kann als Frühsymptom einer Polymyositis auftreten. Die Durchführung einer Probeexzision zur histologischen Diagnosesicherung sollte vor Therapieeinleitung angestrebt werden.




DOG HomepageZurück / Back