Glaukom-Screening mit dem Frequenzverdopplungs-Perimeter (FDT) und Datenbankunterstützung.
Horn F. K., Dehne K., Jünemann A. M., Korth M.
Univ.-Augenklinik, D-91054 Erlangen, Schwabachanlage 6
Einführung: Ziel der Studie war die Prüfung der diagnostischen
Wertigkeit eines FDT Screening-Programms in Kombination mit einem neuen
Datenbanksystem.
Patienten: 54 okulär hypertensive Augen, 54 "präperimetrische"
Offenwinkel-glaukome (glaukomatöse Papillenatrophie, erhöhter
Augeninnendruck, keine Gesichtsfeldverluste), 72 "perimetrische"
Offenwinkelglaukome (glaukomatöse Papillenatrophie und Gesichtsfeldverluste)
und 61 gesunde Augen als Kontrollen.
Methode: Screening mit dem FDT-Perimeter (C-20-5), konventionelle
weiß/weiß Perimetrie und Papillometrie (Planimetrie) aller
Patienten. Bei der in dieser Studie verwendete Screening-Strategie des
FDT-Perimeters beginnt die Untersuchung mit der normalen 5% Wahrscheinlichkeitsstufe.
Falls der Patient den entsprechenden Stimulus nicht erkennen kann, folgen
weitere Messungen an der betreffenden Stelle. Ein geeignetes Datentransfer-
(Viewfinder, Humphrey) und ein Statistikprogramm (SPSS 10) wurden benutzt,
um Fallweise die erkannten Wahrscheinlichkeitsstufen zu analysieren. Aneinanderliegende,
nicht erkannte Stimuli können ausfindig gemacht und berücksichtigt
werden. Weiterhin können einzelne Ausreißer aufgespürt
und gegebenenfalls verworfen werden.
Ergebnisse: Die Anzahl nicht erkannter Teststimuli sowie die für
die Untersuchung benötigte Zeit sind sensitive Parameter um Glaukompatienten
von gesunden Probanden und OHT-Patienten zu unterscheiden. Bei einer vorgegebenen
Spezifität von 90% wurden 14% der okulär hypertensiven Augen,
41 % der "präperimetrischen" und 84% der "perimetrischen"
Glaukome als pathologisch eingestuft.
Diskussion: Eine Datenbank gestützte Analyse ist notwendig
für die Klassifizierung der Probandengruppen, das automatische Erkennen
benachbarter, nicht erkannter Stimuli und die Berücksichtigung der
individuellen FDT-Lernkurve bei wiederholten Messungen. Mit Unterstützung
durch: DFG (SFB 539)
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