Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Abstract Übersicht
   Abstracts overview
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



In vitro Ergebnisse zum Einsatz von CD95 Ligand als Apoptoseinduktor bei filtrierenden Glaukomeingriffen

1Hueber A., 1Welsandt G., 1Mietz H., 1Jordan J. F., 2Weller M., 1Esser P. J.

1Zentrum für Augenheilkunde der Universität zu Köln, Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50931 Köln, Deutschland, 2Neurologische Klinik, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen

Ziele: Apoptose führt zu einem Zelluntergang ohne das umgebene Gewebe zu schädigen. Apoptose wird morphologisch definiert und häufig während der Entwicklung, z.B. im Immunsystem oder Zentralnervensystem, beobachtet. Sie wird oft auch als programmierter oder physiologischer Zelltod bezeichnet. Durch den Einsatz von CD95 Ligand zur Apoptose-induktion könnten unspezifische Nebeneffekte bei der Benutzung von Zytostatika (z.B. 5- Fluorourazil oder Mitomycin-C) bei filtrierenden Glaukomeingriffen vermieden werden.
Methoden: Für die Zellkulturexperi-mente haben wir humane Tenonfibroblasten, welche für Misserfolge nach filtrierenden Glaukomeingriffen verantwortlich gemacht werden, mit verschiedenen Konzentrationen von CD95 Ligand behandelt. Überlebende Zellen wurden mit Cristallviolett nachgewiesen. Apoptosen wurden nach der TUNEL Methode detektiert. Caspaseaktivität wurde mit den fluoreszi-ierenden Caspase- 3 (Ac- DEVD-AMC) oder Caspase- 1 (Ac-YVAD-AMC) Substraten bestimmt. Im Western Blot sollte das jeweils aktive Fragment nachgewiesen werden. Ergebnisse: Nach der Behandlung von humane Tenonfibroblasten mit CD95 Ligand für 17 Stunden konnten wir einen konzentrationsabhängige Zelltod beobachten (LD 50 = 160U). Bei dieser Konzentration konnten wir Apoptosen mit der TUNEL Methode nachweisen. Nach einer 10 Stunden Behandlung konnten wir eine konzentrationsabhän-gige (10U-120U) Caspase-3 Aktivierung, nicht aber Caspase-1 Aktivierung, nachweisen. Das aktive Fragment von Caspase-3, nicht aber von Caspase-1, wurde im Western Blot gefunden.
Schlußfolgerung: Wir konnten nachweisen, dass humane Tenonfibroblasten durch CD95 Ligand apoptotisch und über eine Aktivierung von Caspase-3 absterben. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass CD95 Ligand möglicherweise unterstützend bei filtrierenden Glaukomeingriffen eingesetzt werden kann.




DOG HomepageZurück / Back