Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Veränderungen des sphärischen Äquivalentes der Hornhautrefraktion durch eine perforierende, allogene Keratoplastik.

1Hugger P., 1,2Jonas J. B.

1Universitäts-Augenklinik, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Ruprecht- Karls- Universität Heidelberg; 2Universitäts-Augenklinik, Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg

Hintergrund: Um vor einer Keratoplastik die postoperative Ametropie schätzen zu können, ist es notwendig, die durch die Keratoplastik verursachten keratometrischen Änderungen voraussehen zu können. Es war das Ziel der vorliegenden Studie, die durch eine perforierende Keratoplastik verursachten Veränderungen im sphärischen Äquivalent der Hornhautrefraktion zu untersuchen und Faktoren zu erfassen, die diese Veränderungen beeinflussen.
Patienten und Methode: Die retrospektive klinische interventionelle Study beinhaltete 245 Patienten, bei denen eine allogene, zentrale, perforierende Keratoplastik durchgeführt wurde zur Behandlung eines Keratokonus (n=77), herpetischen Hornhautnarben (n=29), nicht-herpetischen Hornhautnarben (n=46), Fuchs´ scher Hornhautendotheldystrophie (n=24), und pseudophaker/aphaker bullöser Keratopathie (n=69). Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 30,4 ± 18,7 Monate. Alle Operationen wurden vom demselben Operateur durchgeführt.
Ergebnisse: In der Studiengruppe als Ganzes veränderte sich das mittlere sphärische Äquivalent der Keratometriewerte signifikant (P=0,02) von 46,42 ± 6,34 D präoperativ nach 44,13 ± 5,20 D postoperativ. Die Veränderungen waren signifikant (P<0,05) am stärksten ausgeprägt für die Keratokonus Gruppe, in der die Veränderungen positiv und signifikant mit der präoperativen Hornhautrefraktion korrelierten. Die anderen Studiengruppen unterschieden sich nicht signifikant (P=0,10) in den durch die Keratoplastik verusachten Hornhautrefraktionsschwankungen (43,33 ± 2,80 D versus 43,74 ± 2,96 D). Der Durchmesser des Trepans und die Übergröße des Transplantates beeinflußten nicht signifikant (P>0,10) die durch die Keratoplastik hervorgerufene Veränderung der Hornhautrefraktion.
Schlußfolgerungen: In Patienten mit Keratokonus führt die perforierende Keratoplastik zu einer ausgeprägten Verringerung des sphärischen Äquivalentes der Hornhautrefraktion. Diese Veränderungen ist positiv und signifikant korreliert mit der präoperativen Hornhautrefraktion. Für die anderen untersuchten Studiengruppe führt die perforierende Keratoplastik zu keiner wesentlichen Änderung im sphärischen Äquivalent der Hornhautrefraktion. Diese Befunde mögen Bedeutung haben für eine präoperative Biometrie.




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