Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Primäre Phakoemulsifikation und IOL Implantation zur Behandlung des akuten Glaukomanfalls

Jacobi P. C., Dietlein T. S., Lüke C., Engels B., Krieglstein G. K.

Universität zu Köln, Zentrum für Augenheilkunde, Köln

Hintergrund: Es galt zu untersuchen, ob die primäre Phakoemusifikation und IOL Implantation (PPI) eine effektive und sichere Alternative zur konventionellen peripheren Iridektomie (CSI) in der chirurgischen Behandlung des akuten Glaukomanfalls darstellt.
Methodik: 43 Augen von 43 Patienten mit akutem Glaukomanfall werden mittels PPI behandelt, während in 32 Anfallsaugen eine periphere Iridektomie durchgeführt wird.
Ergebnisse: Eine dauerhafte Anfallskontrolle wurde durch PPI in 31 Augen (72%) und durch CSI in 11 Augen (35%) erzielt (p=0.01). Präoperativ lag in beiden Untersuchungsgruppen der mittlere Augeninnendruck (IOD) bei 40.5±7.6 mmHg und 39.78±7.8 mmHg (p=0.46). Postoperativ (10 Monate) lag der mittlere IOD in der PPI Gruppe bei 17.8±3.4 mmHg und in der CSI Gruppe bei 20.1±4.2 mmHg (p=0.03). Die Anzahl lokalapplizierbarer Antiglaukomatosa betrug 0.18±0.45 (PPI Gruppe) und 0.45±0.62 (CSI Gruppe) (p=0.0001). Die relative postoperative Visus-verbesserung (logMAR) lag in der PPI Gruppe bei 0.52±0.29 und in der CSI Gruppe bei 0.19±0.21 (p=0.0001). Weitere drucksenkende chirurgische Maßnahmen waren in der PPI Gruppe an 5 Augen (11.5%) in der CSI Gruppe an 20 Augen (63%) notwendig (p=0.01).
Schlußfolgerung: Vorliegende Ergebnisse weisen daraufhin, daß die primäre Phako-emulsifikation und IOL Implantation eine sichere und in bezug auf die postoperative Visus- und Druckentwicklung effektivere Maßnahme zur chirurgischen Behandlung des akuten Glaukom-anfalls darstellt. Studienziel ist die Analyse von Langzeitergebnissen nach primärer Trabekulektomie bei jungen Erwachsenen. Das vorzeitige Versagen des Filtrations-eingriffes wird auf Risikofaktoren überprüft.




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