Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Retrobulbärkathetertechnik zur postoperativen titrierbaren Analgesie bei zyklodestruktiver Therapie des sekundären Winkelblockglaukoms

1Jäger M., 2Hemmerling T., 1Jonas J. B.

1Augenklinik, Fakultät für klinische Medizin Mannheim, Ruprecht-Karls- Universität Heidelberg, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim; 2Department of Anesthesiology, Department of Anesthesiology, Centre Hospitalier de l'Université de Montréal (CHUM), University of Montréal, Canada

Einleitung: Die Lokalanästhesie in der Ophthalmochirurgie kann durch die Retrobulbärkathetertechnik modifiziert werden. Ziel der Studie war, die Anwendung der Retrobulbärkathetertechnik zur tritrierbaren postoperativen Analgesie nach schmerzhaften zyklodestruktiven Eingriffen als Therapie des sekundären Winkelblockglaukoms zu untersuchen.
Methoden: Elf Patienten wurden seit April 2000 in die prospektive Studie einbezogen. Aufgrund eines sekundären Winkelblockglaukoms im Rahmen von einer proliferativen ischämischen Retinopathie wurde eine retinale Exokryokoagulation und /oder eine Zyklophotokoagulation durchgeführt. Unter Verwendung einer 0,8mm dicken und 38mm langen Retrobulbärkanüle wurden 7ml Mepivacain 2% injiziert. Durch die Nadel wurde ein 28G flexibler Katheter eingeführt. Daraufhin wurde die Nadel entfernt und der Katheter epikutan befestigt. Wenn die Patienten intra- oder postoperativ Schmerzen äußerten, wurden erneut 2ml Anästhetikum injiziert. Der Katheter wurde bis zum nächsten Tag belassen.
Ergebnisse: Aufgrund zunehmender Schmerzen in der postoperativen Phase benötigten 8 (72,7%) der Patienten eine Nachinjektion 156,3±94,6 Minuten nach der primären Injektion. Sieben (63,6%) Patienten erhielten eine zweite Injektion nach 268,6±45,7 Minuten und drei (27,3%) verlangten eine dritte Injektion nach 333,3±79,1 Minuten. Die Patienten gaben einen Wirkeintritt nach weniger als 5 Minuten an. Die Entfernung des Katheters war schmerzfrei. Bei keinem Patienten kam es zu lokalen Nebenwirkungen wie Infektion, Diplopie oder anderen Motilitätsstörungen oder systemischen Nebenwirkungen wie zentralnervöse oder kardiopulmonale Störungen. Das Einführen des Katheters benötigte weniger als 5 Minuten.
Zusammenfassung: Bei schmerzhaften destruktiven Eingriffen bei sekundärem Winkelblockglaukom kann die Retrobulbärkathetertechnik zur postoperativ wiederholbaren lokalen Applikation von Lokalanästhetika als tritrierbare postoperative Analgesie angewendet werden.




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