Laser Assisted Intrastromal Keratophakia (LAIK) - Eine Fallvorstellung
2Jankov M., 3Mrochen M. C., 1Seiler T.
1Augenklinik, UniversitätsSpital Zürich, Schweiz; 2Departamento
de Oftalmologia, Santa Casa de Sao Paulo, Brasil; 3ETH, Zürich, Schweiz
Zielsetzung: Die Machbarkeit einer Hyperopiekorrektur mittels
eines in das Stroma implantierten Hornhautlentikels, dessen Oberfläche
durch einen Excimerlaser bereits die entsprechende Refraktionsänderung
beinhaltet.
Methoden: Eine Patientin (42 Jahre) mit hoher Hyperopie von subjektiv
+8.0 dpt und einem topographisch irregulären Astigmatismus von -1.0
dpt bei 130° am rechten Auge erhielt eine intrastromale Keratophakie.
Die zentrale Hornhautdicke betrug 398 mm. Lentikelpräparation: Nach
mechanischer Entfernung des Epithels einer Spenderhornhaut wurde unter
Verwendung eines Mikrokeratoms (Berlin®, Schwind, Kleinostheim, Deutschland)
und einem kommerziellen Excimerlasersystem (Allegretto®, WaveLight
Laser Technologie AG, Erlangen, Deutschland) ein Hornhautlentikel für
die Implantation präpariert. Einer speziell angepasste Software ermöglichte
die Verbindung einer PRK von +8.0 dpt (optische Zone 7.0 mm) mit einem
zirkulären Schnitt (Innendurchmesser 6.5mm). Die Implantation des
Lentikels erfolgte unter den bereits vorhandenen Flap. Nachdem das Lentikel
positioniert wurde der Flap zurückgelegt und das Auge erhielt eine
Verbandslinse für den ersten postoperativen Tag.
Ergebnisse: Sowohl die Operation als auf die frühpostoperative
Phase waren komplikationslos. Die zunächst präsente periphere
Erosio von ca. 0.7 mm konnte 7 Tage postoperative nicht mehr beobachtetet
werden. Einen Monat postoperativ war der Visus von 0.06 auf 0.16 und der
korrigierte Visus von 0.2 auf 0.3 angestiegen. Die subjektive Refraktion
betrug +1.25D -1.25D in 176°. Die korneale Topographie ist deutlich
Regularisiert im Vergleich zum präoperativen Zustand.
Schlußfolgerung: LAIK stellt einen neue Weg für die
Korrektur von hohen Hyperopien und bei irregulärem Astigmatismus
dar. Diese gilt besonders bei Augen mit geringer Hornhautdicke, z.B. nach
kompliziertem LASIK Eingriff. Die Herstellung und Implantation des Lentikels
ist einfach und präzise. Weitere klinische Studien sind notwendig
um möglich Risikofaktoren zu evaluieren.
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