Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Limbale Relaxierende Inzision (LRI) - Korrektur eines hohen Astigmatismus bei Kataraktchirurgie

Jaroszewski J., Anders N.

Universitätsaugenklinik Charité, Campus Virchow-Klinikum, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

1996 stellte J.P. Gills die LRI als Möglichkeit zur Korrektur von Astigmatismen zwischen 0,5 und 3,0 Dioptrien vor. Dabei wird die Hornhaut am Limbus mit einem Diamantmesser 600 mm limbusparallel eingeschnitten. Wir wandten ein vereinfachtes Gills-Nomogramm bei der Kataraktchirurgie an.
Patienten und Methode: Bislang wurden 27 Patienten mit einem präoperativen Astigmatismus zwischen 1,5 und 5,5 Dioptrien (Mittelwert 2,7 ± 0,96 dpt) aufgenommen. Das Durchschnittsalter betrug 77,5 ± 9,4 Jahre. Die limbalen Relaxierenden Inzisionen wurden im steilsten Meridian vorgenommen. Der Tunnelschnitt zur Kataraktoperation (Phakoemulsifikation) erfolgte über eine der Inzisionen.
Ergebnisse: Der absolute Astigmatismus konnte im Durchschnitt von 2,4 ± 0,7 dpt auf 0,7 ± 0,5 dpt gesenkt werden. Die nach Jaffe und Naylor berechnete Astigmatismusinduktion betrug nach 6 Wochen 1,9 ± 0,9 dpt.
Schlußfolgerung: Durch Limbale Relaxierende Inzisionen läßt sich ein hoher präoperativer Astigmatismus während einer Kataraktopertion erfolgreich korrigieren.




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