Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Morphologie der Papilla N. optici nach arteriitischer vorderer ischämischer Optikoneuropathie (M. Horton)

1Jonas J. B., 2Singh Hayreh S.

1Universitäts-Augenklinik, Fakultät für Klinische Mannheim der Universität Heidelberg, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim, Germany, 2Department of Ophthalmology and Visual Sciences, University Hospitals & Clinics, 200 Hawkins Drive, Iowa City, Iowa 52242-1091.

Hintergrund: Ziel der Studie war, das Aussehen der Papilla N. optici in Patienten nach einer durch eine Riesenzellarteriitis verursachten arteriitischen vorderen ischämischen Optikoneuropathie zu untersuchen (AAION).
Patienten: Die Studie umfaßte 29 Patienten, die sich mit einer unilateralen A-AION im Rahmen einer durch eine Biopsie der A. temporalis spf. nachgewiesenen Riesenzellarteriitis vorstellten. Stereoskopische Papillenphotographien wurden vom erkrankten und unbeteiligten kontralateralen Auge bei Beginn der Erkrankung und nach einer Nachbeobachtungszeit von 20,10 ± 25,36 Monaten (Median: 11 Monate; Min.-Max.: 2 - 102 Monate) aufgenommen und morphometrisch untersucht. Hauptuntersuchungsparameter waren Größe und Form der Papille, des neuroretinalen Randsaumes, und der parapapillären Atrophie.
Ergebnisse: In den Augen nach A-AION war am Studienende der neuroretinale Randsaum signifikant (p=0,002) kleiner und die Exkavation signifikant (P=0,001) größer als in den kontralateral unbeteiligten Augen. Alpha Zone und Beta Zone der parapapillären Atrophie unterschieden sich nicht signifikant (p>0,50).
Schlußfolgerungen: Die arteriitische Papillenapoplexie führt ähnlich wie die glaukomatöse Optikusatrophie zu einem Verlust von neuroretinalen Randsaum und einer Vergrößerung der Exkavation. Im Gegensatz zur glaukomatösen Optikusatrophie führt die arteriitische Papillenapoplexie nicht zu einer Vergrößerung der parapapillären Atrophie. Dies kann pathogenetische und diagnostische Bedeutung haben.




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