Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Morphologhische Risikofaktoren für die Progression des glaukomatösen Sehnervenschadens

1,2Jonas J. B., 2Budde W. M., 2Hayler J., 2Jünemann A., 3Martus P.

1Universitätsaugenklinik, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 2Augenklinik mit Poliklinik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und 3Institut für Medizininformatik, Biometrie und Epidemiologie, FU Berlin, Klinikum Benjamin Franklin

Zielstellung: Ziel der Studie war, morphologische Kennzeichen der Papilla N. optici als Risikofaktoren für die Progression von glaukomatösen Veränderungen des Sehnervenkopfes bei Glaukompatienten zu untersuchen.
Methoden: Die prospektive, klinische Beobachtungsstudie umfaßte 300 Augen von 186 Patienten mit chronischem Offenwinkelglaukom. Bei allen Patienten wurde wiederholt eine qualitative und morphometrische Untersuchung von farbigen Stereo-Papillenphotographien durchgeführt. Eine Progression des Glaukomschadens wurde als Verlust von neuroretinalem Randsaum definiert. Augen mit Papillenblutungen wurden von der Studie ausgeschlossen. Die mittlere Verlaufbeobachtungszeit 27,4 ± 17,0 Monate.
Ergebnisse: Bei Studienbeginn war der neuroretinale Randsaum signifikant (P=0,001) kleiner und die Zone Beta der parapapillären Atrophie war signifikant (P=0,002) größer in der progressiven Studiengruppe als in der stabilen Studiengruppe. Beide Studiengruppen unterschieden sich nicht signifikant (P>0,10) in Größe und Form der Papille, Exkavationstiefe, Zone Alpha der parapapillären Atrophie, und Durchmesser der retinalen Arterien und Venen.
Zusammenfassung: Wichtigte morphologische Risikofaktoren für die Progression von glaukomatösen Veränderungen des Sehnervenkopfes sind die Größe des neuroretinalen Randsaumes und der Zone Beta der parapapillären Atrophie. Die Progression von glaukomatösen Veränderungen des Sehnervenkopfes ist unabhängig von der Größe und Form der Papille, Größe der Zone Alpha der parapapillären Atrophie, dem retinalen Gefäßdurchmesser, und der Exkavationstiefe.




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