Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Photodynamische Therapie zur Modulation der postoperativen Wundheilung in der filtrierenden Glaukomchirurgie.

1Jordan J. F., 1Diestelhorst M., 2Grisanti S.

1Universitäts-Augenklinik Köln, 2 Universitäts-Augenklinik Tübingen

Einleitung: BCECF-AM [2,7,-bis- (2-carboxyethyl) -5- (-6) -carboxy- Fluorescein, Acetoxymethylester] ist ein zellmembranpermeabler Farbstoff, der nach Spaltung durch intrazelluläre Esterasen in der Zelle angereichert wird und fluoresziert. In der vorliegenden Studie wurde die Sicherheit und Effektivität der Trabekulektomie (TE) mit photodynamischer Therapie (PDT) untersucht, die postoperativ auftretende Wundheilung in der filtrierenden Glaukomchirurgie kontrollieren zu können.
Methoden: Vor der Durchführung einer TE wurde in 26 Augen von 25 Patienten 80µg BCECF-AM subkonjunktival über den Bereich des späteren Filterkissens injiziert. Intraoperativ wurde die episklerale Tenon lokal für 8 Minuten mit Blaulicht (450-490 nm) bestrahlt. Die OP wurde als erfolgreich gewertet, wenn die Senkung des intraokularen Druckes (IOD) konstant >20% im Vergleich zum präoperativen Druckniveau betrug, sowie bei einem IOD konstant <21 mmHg ohne zusätzliche Glaukommedikation. Der antifibrotische Effekt wurde anhand des Druckniveaus und des spaltlampenmikroskopischen Befundes der Filterzone beurteilt.
Ergebnisse: Die Augen hatten im Mittel 1.3 Voroperationen. Der präopative IOD betrug 34,4 ± 10,5 mmHg. Nach einer mittleren Nachbeobachtungs-zeit von 359 Tagen war der IOD in 14 Augen signifikant reduziert auf 15,9 ± 3,8 mmHg ohne zusätzliche Glaukommedikation (p<0.001; t-Test). 7 Augen vernarbten nach 2 bis 67 Wochen, 5 Augen hatten kontrollierte IOD-Werte unter lokal drucksenkender Therapie. Die klinischen Nachuntersuchungen zeigten keine Hinweise auf toxische Effekte, Endophthalmitis oder Uveitis.
Diskussion: Die von uns beschriebene Methode ist ein neuer Ansatz, um die postoperative Wundvernarbung nach filtrierender Glaukomchirurgie zu kontrollieren. Im Gegensatz zu Mitomycin C wird hier ein phototoxischer Effekt nur in den Zellen wirksam, die das Pharmakon intrazellulär aufgenommen haben und Blaulicht mit entsprechender Wellenlänge ausgesetzt waren. Die vorliegenden Daten der ersten menschlichen Augen, welche kombiniert mittels TE und PDT operiert wurden, unterstreicht die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Methode.




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