Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Intra- und Interobserver-Variabilität bei der angiographischen Klassifikation choroidaler Neovaskularisationen (CNV) bei AMD (FLAP-Studie)

1Jorzik J., 1Schütt F., 1Flach U, 2Unnebrink K., 1Holz F. G.

1Universitäts-Augenklinik Heidelberg, INF 400, 2Koordinierungszentrum für Klinische Studien Heidelberg, INF 305, 69120 Heidelberg

Hintergrund: Die angiographische Klassifikation (CNV) ist für die Indikationsstellung verschiedener Therapien einschließlich der Photodynamischen Therapie (PDT) und der Laserkoagulation bei neovaskulärer AMD von zentraler Bedeutung. Wir untersuchten das Ausmaß der Übereinstimmung bei der Klassifikation von CNV durch erfahrene Retinologen.
Methoden: 40 digitale Fluoreszein-Angiographien (Heidelberg Retina Angiograph) mit 204 Einzelaufnahmen von 40 Patienten mit exsudativer AMD wurden von 16 Ophthalmologen mit Schwerpunkt Retinologie je zweimal in unterschiedlicher, randomisierter Reihenfolge (Serie A und B) hinsichtlich des Membrantyps (klassisch, okkult, gemischt mit klassischem Anteil größer oder kleiner 50 %) ausgewertet. Für die Intra- und Interobserver-Variabilität wurden Kappa-Koeffizienten (min 0; max 1) und Intra-Class-Korrelations-Koeffizienten (ICC) mit 95%-Konfidenzintervall (KI) berechnet.
Ergebnisse: Der mittlere Kappa-Koeffizient für die Intra-Observer- Variabilität betrug 0.64 ± 0.11 (min 0.44; max 0.89). Bei der Inter- Observer-Variabilität wurde ein mittlerer Kappa-Koeffizient von 0.40 ± 0,05 (Serie A) bzw. von 0.37 ± 0,05 (Serie B) berechnet. Der ICC betrug 0.66 (95% KI 0.56;0.77) für Serie A und 0.55 (95% KI 0.43;0.67) für Serie B.
Schlußfolgerungen: Die Interpretation von Angiogrammen bei der Klassifikation von CNV kann erheblich variieren. Da etablierte und neue Therapieverfahren auf spezifischen angiographischen Merkmalen fußen, erscheint eine Vereinheitlichung der Klassifikationskriterien sinnvoll. Dies auch mit dem Ziel, kostenintensive Therapien möglichst auf gesicherte Indikationen zu beschränken. Mit Unterstützung der Foschungskommission der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg 169/2001




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