Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Seitenvergleich der retinalen Nervenfaserschichtdicke (RNFS) und der mittleren Defekttiefe des Gesichtsfeldes

Jüde T., Klemm M., Rumberger E.

Augenklinik Universität Hamburg, Martinistr. 52, D - 20246 Hamburg

Einleitung: Da Untersuchungen üblicherweise am rechten Auge begonnen werden, könnten Seitendifferenzen neben möglichen anatomischen Ursachen auch auf einem Übungs- oder Ermüdungseffekt beruhen. Bei 30 gesunden Probanden ergaben Messungen an der retinalen Nervenfaserschicht (RNFS) rechts Werte von 248µm, links 265 µm; perimetrische Untersuchungen eine mittlere Defekttiefe (MD) rechts von - 1,05, links von 0,79.
Probanden und Methode: Um einen Übungs- oder Ermüdungseffekt auszuschließen, werden 35 gesunde Probanden (15 Männer, 20 Frauen), im Alter zwischen 18 und 75 Jahren in randomisierter Reihenfolge mit dem Heidelberg Retina Tomographen (HRT) zur Bestimmung der RNFS-Dicke und mit dem Hymphrey Field Analyzer (HFA) zur Bestimmung der mittleren Defekttiefe (MD) untersucht.
Ergebnisse: Die mittlere RNFS-Dicke beträgt rechts 228,5 µm und links 245 µm. Das zuerst geprüfte Auge zeigt 17mal einen größeren, 18mal einen niedrigeren Wert als das zweitgemessene Auge (232,3 µm versus 242,2 µm). Wird das rechte Auge zuerst geprüft, ergibt sich lediglich 6mal eine stärkere RNFS als links. Die absolute Differenz beträgt -26,1 +/- 64,2 µm. Geht das linke Auge voran, wird links 11mal eine stärkere RNFS gefunden. Die Differenz zum rechten Auge beträgt +6,9 +/- 59,9 µm. Bezüglich der MD der Perimetrie gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen rechten und linken Augen (rechts -1,2 +/-1,67; links -0,95 +/-1,4). Die Differenzen im Gesichtsfeld (MD) betragen -0,52 +/- 0,92, wenn rechts vorangeht, dagegen 0,047 +/-0,66, wenn links vorangeht (0,02 < p < 0,05).
Diskussion: Unabhängig von der Reihenfolge der Untersuchung lassen sich im HRT angedeutete, im Gesichtsfeld signifikante Unterschiede zwischen rechten und linken Augen darstellen. Die Gründe bedürfen weiteren Untersuchungen.




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