Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Der Einfluß von ionisierender Strahlung, Kortikosteroiden und Vitamin E Mangel auf die Kataraktentwicklung in einem Model für Knochenmarkstransplantation

1,2Junk A. K., 1Worgul B. V.

1ERERL, Dept. of Ophthalmology, Columbia University, New York; 2Dept. of Ophthalmology, Montefiore Medical Center, Albert Einstein College of Medicine, Bronx, USA

Zielsetzung: Zum besseren Verständnis der Wechselwirkungen multipler kataraktogener Risikofaktoren der Knochenmarkstransplantation wurden in dieser experimentellen Studie ionisierende Strahlung (zur Simulation der Ganzkörperbestrahlung), Kortikosteroide und der Mangel an Vitamin E, einem potentiellen Radikalfänger, untersucht. Die Einfluß der drei Parameter auf die Entwicklung von Linsentrübungen wurde in verschiedenen Kombinationen ermittelt.
Methoden: Die rechten Augen von 72 vier-Wochen-alten Brown-Norway Ratten wurden mit 6 Gy 240 kV Röntgenstrahlen bestrahlt. Die abgeschirmten linken Augen dienten als Kontrolle. Ein Teil der Tiere wurde zusätzlich mit einer Vitamin E freien Diät ernährt und / oder mit Kortikosteroiden behandelt. Die anfängliche tägliche Steroid Dosis von 10 mg/kg Körpergewicht subkutan wurde im Verlauf von 6 Monaten auf 0,5 mg/kg verringert. Beginn und Verlauf der Katarakte wurden wöchentlich über 6 Monate an der Spaltlampe verfolgt.
Ergebnisse: In allen Behandlungsgruppen zeigten die bestrahlten Augen zuerst Anzeichen einer Katarakt [nach 5 Wochen im Vergleich zu 11 Wochen in den Kontrollen (p<0,0001)]. Kortikosteroide führten zu einer beschleunigten Kataraktentwicklung, in bestrahlten (p<0,0005) und in nicht bestrahlten Augen (p<0,0001) verglichen mit den jeweiligen Kontrollen. Vitamin E Mangel schien in Kombination mit Röntgenstrahlung oder mit Steroiden allein die Ausbildung von Linsentrübungen nicht zu beeinflussen. Im Vergleich zu den bestrahlten Augen war die Kataraktentwicklung in der Kombination aller drei untersuchten Parameter zusammen jedoch verlangsamt (p<0,0005).
Schlußfolgerung: Ionisierende Strahlung hatte, in der genannten Dosis, eine herausragende Bedeutung als Risikofaktor für die Kataraktentwicklung. Kortikosteroide beschleunigten die Entstehung von Linsentrübungen. Der überraschende schützende Einfluß des Vitamin E Mangels mag in einem stathmokinetischen Effekt auf die Mitose begründet liegen, ein Möglichkeit die experimentell geklärt werden soll.




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