Veränderung von Makuladicke und Vorderkammertiefe bei Patienten
nach Filtrationschirurgie.
Karasheva G., Klink T., Göbel W., Haigis W., Grehn F.
Universitäts-Augenklinik, Josef-Schneider-Str.11, 97080 Würzburg
Ziel: Untersuchung der zentralen Netzhautdicke und der Vorderkammertiefe
bei Patienten nach Filtrationsoperation zu verschiedenen Zeitpunkten.
Methoden: Bei 25 Patienten (25 Operationen, davon 22 mit Antimetaboliten)
wurde nach einem Filtrationseingriff eine Bestimmung der zentralen (Foveola)
sowie der mittleren extrafoveolaren Netzhautdicke mittels der Optischen
Kohärenztomographie (OCT, Zeiss-Humphrey) und eine Vorderkammertiefenbestimmung
mit dem IOLMaster (Carl Zeiss Jena) durchgeführt. Zusätzlich
wurde die bestkorrigierte Sehschärfe und der intraokulare Druck (IOD)
bestimmt. Die Untersuchungszeitpunkte lagen präoperativ, 1-3 Tage
postoperativ sowie 1 Woche, 1 Monat und 3 Monate postoperativ.
Ergebnisse: Alle 25 Patienten konnten nach 1 Monat kontrolliert
werden, bei 7 Patienten war bereits die letzte Kontrolluntersuchung nach
3 Monaten erfolgt. Der intraokulare Druck betrug vor OP mit antiglaukomatöser
Therapie 24,0±6,9 mmHg, 1-3 Tage nach OP ohne drucksenkende Therapie
11,0±6,1 mmHg, nach einer Woche 11,8±5,8 mmHg und nach einem
Monat 12,0±5,0 mmHg. Der IOD war bei allen postoperativen Kontrollen
statistisch signifikant niedriger als bei der Ausgangsuntersuchung (p<0,0001).
Eine postoperative Hypotonie (IOD<5) lag bei 5 Patienten vor. Die entsprechenden
Netzhautdicken in der Fovea betrugen 164±18 µm vor OP, 172±17
µm 1-3 Tage nach OP, 168±18 µm nach 1 Woche sowie 175±25
µm nach 1 Monat. Die Netzhautdicke der Fovea bei der 1. und 3. postoperativen
Kontrolle war statistisch signifikant geringfügig größer
als vor Operation (p=0,02). Die mittlere extrafoveolare Netzhautdicke
war postoperativ zu allen Zeitpunkten unverändert. Eine signifikante
Korrelation zwischen dem postoperativ erniedrigten IOD und einer Netzhautverdickung
bestand nicht.
Schlußfolgerungen: Bei den von uns prospektiv untersuchten
Patienten findet sich nach filtrierender Glaukomoperation keine Korrelation
zwischen postoperativ erniedrigtem IOD und einer Netzhautverdickung in
der Fovea oder extrafoveolar. Ein Zusammenhang zwischen postoperativer
IOD-Reduktion und Vorderkammertiefe besteht ebenfalls nicht.
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