Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Impressum



Veränderung von Makuladicke und Vorderkammertiefe bei Patienten nach Filtrationschirurgie.

Karasheva G., Klink T., Göbel W., Haigis W., Grehn F.

Universitäts-Augenklinik, Josef-Schneider-Str.11, 97080 Würzburg

Ziel: Untersuchung der zentralen Netzhautdicke und der Vorderkammertiefe bei Patienten nach Filtrationsoperation zu verschiedenen Zeitpunkten.
Methoden: Bei 25 Patienten (25 Operationen, davon 22 mit Antimetaboliten) wurde nach einem Filtrationseingriff eine Bestimmung der zentralen (Foveola) sowie der mittleren extrafoveolaren Netzhautdicke mittels der Optischen Kohärenztomographie (OCT, Zeiss-Humphrey) und eine Vorderkammertiefenbestimmung mit dem IOLMaster (Carl Zeiss Jena) durchgeführt. Zusätzlich wurde die bestkorrigierte Sehschärfe und der intraokulare Druck (IOD) bestimmt. Die Untersuchungszeitpunkte lagen präoperativ, 1-3 Tage postoperativ sowie 1 Woche, 1 Monat und 3 Monate postoperativ.
Ergebnisse: Alle 25 Patienten konnten nach 1 Monat kontrolliert werden, bei 7 Patienten war bereits die letzte Kontrolluntersuchung nach 3 Monaten erfolgt. Der intraokulare Druck betrug vor OP mit antiglaukomatöser Therapie 24,0±6,9 mmHg, 1-3 Tage nach OP ohne drucksenkende Therapie 11,0±6,1 mmHg, nach einer Woche 11,8±5,8 mmHg und nach einem Monat 12,0±5,0 mmHg. Der IOD war bei allen postoperativen Kontrollen statistisch signifikant niedriger als bei der Ausgangsuntersuchung (p<0,0001). Eine postoperative Hypotonie (IOD<5) lag bei 5 Patienten vor. Die entsprechenden Netzhautdicken in der Fovea betrugen 164±18 µm vor OP, 172±17 µm 1-3 Tage nach OP, 168±18 µm nach 1 Woche sowie 175±25 µm nach 1 Monat. Die Netzhautdicke der Fovea bei der 1. und 3. postoperativen Kontrolle war statistisch signifikant geringfügig größer als vor Operation (p=0,02). Die mittlere extrafoveolare Netzhautdicke war postoperativ zu allen Zeitpunkten unverändert. Eine signifikante Korrelation zwischen dem postoperativ erniedrigten IOD und einer Netzhautverdickung bestand nicht.
Schlußfolgerungen: Bei den von uns prospektiv untersuchten Patienten findet sich nach filtrierender Glaukomoperation keine Korrelation zwischen postoperativ erniedrigtem IOD und einer Netzhautverdickung in der Fovea oder extrafoveolar. Ein Zusammenhang zwischen postoperativer IOD-Reduktion und Vorderkammertiefe besteht ebenfalls nicht.




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