Chirugische Behandlung der endokrinen Orbitopathie - Ergebnisse dreijähriger
Observation
Karolczak-Kulesza M., Stepniewski J., Gotz-Wieckowska A., Pecold K., Pecold-Stepniewska
H.
Department of Ophthalmology of K. Marcinkowski Univesity of Medical Sciences,
Poznan, Poland
Die chirurgische Therapie bei Patienten mit endokriner Orbitopathie hat
zwei wesentliche Bewegungsgrunde. Besserung der Funktion des Sehorganes
und das Aussehen der Patienten.
Hintergrund: Die Auswertung der komplexen chirurgischen Therapie
bei Patienten mit endokriner Orbitopathie.
Patienten und Methoden: 34 Patienten ( 28 Frauen, 6 Männer
) im Alter von 28-62 wurden in den Jahren 1997-2000 in der Augenklinik
der Medizinischen Akademie in Poznan operiert: 3 Patienten im aktiven-
und 31 im inaktiven Enzundungsstadium. Der Ausmass des Angriffes hängte
von der Art und des Grades der Veränderungen ab. Bei 5 Patienten
hat man das Fettgewebe reseziert ( Zugang durch die Lidfalte des oberen
Lides und untere Ubergangsfalte der Bindehaut. Bei 29 Patienten wurde
chirurgische Dekompression der Orbita durch Entfernung der medialen oder
lateralen Obere Lidretraktionkorrektur wurde durch Elongation Heber des
Muskels auhand Zwei Einschnittes der Muskel Fascie erreicht und des Untere
Lid wurde durch ein autogeres Implant aus Ohrknorpel korregiert (4 Patienten).
Eine Schieloperation hat man meistens 3 Monate nach Dekompressions ausgefuhrt
(25 Kranke).Bei 9 Patienten wurden Jampolsky justierbare Nähte angewandt.
Subjektive Zufriendheit der Patienten wurde in einer Skala von 0 -5 Punkte
beurteilt. Bei jedem Patienten wurden vor der Operation folgende Untersuchungen
durchgefuhrt: volle augenärztliche und ortoptische Untersuchung,
Ultraschall der Orbita, CT/ MR, VEP, endokrinologisches Konsilium.
Ergebnisse: Nach der Dekompressionsopertion hat sich der Exophthalmus
von 3-6mm vermindert. Bei allen Patienten hat sich der Tonus um durchschnittlich
5 - 13 mmHg erniedriegt. 25 Kranke benötigten keine weitere Behandlung.
Bei 2 Patienten ist die Dipplopie bei Blick nach unten und grade aus geblieben.
Bei 6 Patienten mit einer Neuropathie des N.opticus in 5 Fällen erreichte
man eine Besserung. 27 Patienten bei denen man den Orbitaboden entfereite
klagten uber Parestesien in der Nasengegend der Backe und des Mundes die
von 6 Wochen bis ½ Jahr anhielten. Der Grad der Zufriedenheit nach
der Operation betrug bei unseren Patienten 4 -5 Punkte ausser 2,Patienten
die das Ergebniss auf 3 Punkte einschätzen.
Schlußfolgerungen: 1.Die chirurgische Behandlung der endokriner
Opthalmopathie hat eine wesentliche Bedeutung besonders im Fall der inaktiven
Form und auch in dem aktiven Stadium wenn die Reaktion auf jede andere
Therapie fehlt, sie schutzt das Auge vor Erblindung. 2.Die chirurgische
Therapie ermöglichst die volle Rehabilitation des Sehorgans bei Patienten
mit endokriner Ophthalmopathie. 3.Eine wichtige Rolle spielt hier die
Mitarbeit zwischen Endokrynologen und Augenärzten, denn es ermöglichst
die Wahl des besten Termins einer Operation.
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