Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Gering differenziertes spindelzelliges und polymorphes konjunktivales Karzinom mit intraokularer Tumorausbreitung

Kathke M. A., Richter M. N., Kreusel K. M., Bechrakis N. E., Foerster M. H.

Augenklinik, Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Freie Universität Berlin

Zusammenfassung:
Hintergrund: Spindelzellige Bindehautkarzinome gehören zu den sehr selten beobachteten malignen Bindehauttumoren, besitzen die Eigenschaft lokal zu rezidivieren und haben die Tendenz zur intraokularen Ausbreitung.
Kasuistik: Es wird über eine 75-jährige Patientin mit Zustand nach zweifacher Glaskörperoperation, Silikonöltamponade und Pseudophakie berichtet, bei der sich paralimbal ein knotiger schmerzhafter Prozess entwickelte, wobei zunächst der Verdacht auf eine noduläre Skleritis bestand. Bei fehlender Befundbesserung erfolgte eine Biopsie zur histologischen Diagnostik. Der bei reduziertem Einblick funduskopische Verdacht auf eine diffuse intraokulare Tumorausbreitung liess sich kernspintomographisch erhärten. Es wurde daraufhin eine Exenteratio orbitae durchgeführt. Histologisch zeigte sich bei tumorfreien Abtragungsebenen eine Tumorinfiltration von Bindehaut, Episklera, Ziliarkörper, Aderhaut, Netzhaut und Glaskörper. Ein Anhalt für eine Metastasierung bestand bis zum 3. postoperativen Monat nicht.
Schlußfolgerung: Progrediente Bindehautveränderungen in postoperativ narbig umgebauten Arealen sollten differenzialdiagnostisch auch an seltene maligne Bindehauttumoren mit aggressivem Wachstumsverhalten denken lassen und frühzeitig Anlass für eine Biopsie geben.



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