Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Die Abflußwege nach tiefer Sklerektomie mit Kollagenimplantat in der Ultraschallbiomikroskopie

1,2Kazakova D., 2Roters S., 1Schnyder C. C., 1Achache F., 1Mermoud A.

1Hôpital Opthalmique Jules Gonin, Department of Ophthalmology, University of Lausanne, Switzerland 2University of Cologne, Centre of Ophthalmology, Germany

Ziele: Die tiefe Sklerektomie mit Kollagenimplantat ist eine neue und sichere Glaukomoperation. Um die Langzeit-Abflussmechanismen nach erfolgter Augendrucksenkung zu untersuchen, führten wir eine ultraschallbiomikroskopische Untersuchung nach Kollagenresorption durch.
Methodik: In einer konsekutiven, nicht randomisierten Beobachtung untersuchten wir 42 Augen von 32 Patienten mit Offenwinkelglaukom min. ein Jahr nach tiefer Sklerektomie mit Kollagenimplantat (ein Operateur: A.M.). Eine vollständige augenärztliche Untersuchung und Ultraschall-Biomikroskopie (UBM) der operierten Seite wurde 1-6 Jahre danach vorgenommen. Folgende sonographische Parameter wurden erhoben: 1. Vorhandensein einer Filterzone, 2. Vorliegen und Dimension einer intraskleralen Kaverne, 3. Vorhandensein einer suprachoroidalen hyporeflexiven Zone.
Ergebnisse: Postoperativ wurde in 15 Augen (35,7%) eine Nd:Yag Laserbehandlung des Kammerwinkels vorgenommen, 4 Augen (9,5%) hatten postoperativ eine subkonjunktivale Mitomycin C Injektion und weitere 2 Augen (4,7%) eine 5FU Injektion nach Augendruckanstieg. Der Augendruck konnte von präoperativ 28,1 ±2,5 mmHg signifikant auf 12,4 ±3,8 mmHg gesenkt werden (Spanne 7-25 mmHg). 40 Augen wiesen klinisch eine diffuse Filterzone auf. Im UBM konnte bei allen Augen eine subkonjunktivale hyporeflexive Zone nachgewiesen werden. 39 Augen (92,8%) hatten sonographisch eine intrasklerale Kaverne. Die mittlere Ausdehnung betrug 1,8 mm3 (Spanne 0,11 - 6,53 mm3). 19 Augen (45,2%) zeigten weiterhin ein echoarmes suprachorioidales Areal.
Zusammenfassung: Nach vollständiger Resorption des Kollagenimplantats können mit Hilfe des UBM mehrere Abflusswege aufgezeigt werden. Alle Augen hatten eine nachweisbare Filterzone und 92,8% zusätzlich eine intrasklerale Kaverne mehr als ein Jahr nach tiefer Sklerektomie. Überdies konnte in ungefähr der Hälfte der operierten Augen eine suprachorioidale Drainage beobachtet werden. Typische Befunde der hochauflösenden Sonographie werden demonstriert.




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