Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Screening-Programm für Diabetische Retinopathie bei Maori und Polynesiern

Klais C. M. C., Donaldson M. L., Gruptchev I., Clover G., McGhee C. N. J.

Department of Ophthalmology, University of Auckland, Private Bag 92019, Auckland, New Zealand

Einleitung: Die Prävalenz von Diabetes mellitus Typ II ist gegenüber Kaukasiern bei Polynesiern und Maori um das 2- bis 4-fache erhöht. Erste diabetische Symptome treten in einem früheren Alter auf. Schon nach wenigen Jahren zeigt sich häufig eine fortgeschrittene Mikroangiopathie, die mit einer schweren diabetischen Makulopathie einhergeht. In South Auckland lebt die weltweit größte Population an Polynesiern. 1989 wurde in Auckland ein Diabetes-Screening-Programm an der Universitäts- Augenklinik eingeführt.
Hintergrund: In Neuseeland ist die ärztliche Versorgung für alle Einwohner kostenfrei, das Gesundheitssystem wird aus Steuereinnahmen finanziert. Für Behandlung/Arztbesuch existieren Wartelisten, wobei die Prioritäten nach einem Punktsystem gesetzt werden. Aufgrund der hohen Prävalenz von Diabetes mellitus bei Polynesiern und Maori wurde ein kostenarmes Sreening-Programm für diabetische Retinopathie notwendig.
Methode: Die Patienten mit Diabetes mellitus werden von umliegenden Krankenhäusern, Diabetes Center und Hausärzten in die South Auckland Superclinic überwiesen. Hier wird eine Anamnese erhoben, die zentrale Sehschärfe geprüft und der Fundus in Miosis fotografiert. Die Aufnahmen werden digital verarbeitet und gespeichert. Die Auswertung der Netzhautbilder erfolgt durch Augenärzte nach standardisierten Kriterien. Anhand der erhaltenen Befunde wird entschieden, ob der Patient in die Retina-Klinik oder allgemeine Poliklinik einbestellt, auf die Laserwarteliste gesetzt, einem Optometristen vorgestellt wird, oder weiterhin in regelmäßigen Abständen (je nach Befund zwischen 3 und 24 Monaten) an dem Foto-Screening-Programm teilnimmt.
Diskussion: Das Screening-Programm für diabetische Retinopathie ist eine effektive und kostengünstige Methode, um Patienten zu jedem Zeitpunkt die jeweils erforderliche Therapie zukommen zu lassen.




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