Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Niedrig dosierter intraoperativer Einsatz von Mitomycin C bei der Trabekulektomie - Ergebnisse und Komplikationen

Klatt A., Yamin M., Quentin C.-D.

Georg-August-Universität Göttingen, Klinik für Augenheilkunde, Robert-Koch- Straße 40, 37075 Göttingen

Einleitung: Seit etwa 20 Jahren kommt Mitomycin C (MMC) zur Verhinderung der Vernarbung nach fistulierender Glaukomchirurgie zur Anwendung. Wirksamkeit und Nebenwirkungen sind von der Konzentration und Dauer der Anwendung von MMC abhängig. Es soll untersucht werden, ob durch weitere Reduktion der Konzentration von 0,2 mg/ml MMC die Inzidenz der Nebenwirkungen unter Wirksamkeitserhalt verringert werden kann.
Methode und Patienten: In einer offenen prospektiven Studie wurde eine reduzierte MMC Konzentration von 0,1 mg/ml für 2 Minuten intraoperativ bei 20 Augen mit einer Trabekulektomie angewandt. Das Alter der 20 Patienten lag zwischen 26 und 79 Jahren (MW: 60 +/-14,6). Die Nachbeob- achtungszeit umfaßt 6-36 Monate (MW: 14 +/-9,9). Bei 11 Augen wurde primär MMC angewendet, 9 Augen erhielten eine Trabekulektomierevision mit MMC und bei 2 Augen wurde gleichzeitig eine Kataraktextraktion durchgeführt.
Ergebnisse: Der intraokulare Druck konnte von präoperativ 29,0 (+/-11,0) mmHg auf postoperativ 13,0 (+/-5,6) mmHg gesenkt werden. Die Anzahl der verabreichten antiglaukomatösen Substanzen reduzierte sich von präoperativ 3 (+/-1,3) auf postoperativ 0,5 (+/-0,9). Topische Antiglaukoma-tosa waren postoperativ in 30% der Fälle erforderlich. Häufigste Komplikation war die passagere Bulbushypotonie mit Chorioidalamotio (7 Augen = 35%). Es folgen Sickerkissenvernarbung (2 Augen = 10%), Bindehautdehiszenzen/ Sickerkissenfisteln (2 Augen = 10%), intraokuläre Reizzustände (1 Auge = 5%), Re-Elliott (1 Auge = 5%) und Cyclokryokoa-gulation (1 Auge = 5%). Eine Endophthalmitis oder Sickerkisseninfektion sahen wir nicht.
Diskussion: Auch bei einer reduzierten MMC Konzentration von 0,1 mg/ml für 2 Minuten kann eine effektive Prophylaxe der Sickerkissenvernarbung nach Trabekulektomie erzielt werden. Die Rate peri- und postoperativer Komplikationen ist gegenüber der höheren MMC Konzentration (0,2-0,4 mg/ml) geringer.




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