Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Ergebnisse nach verschiedenen Entropiumoperationen des Unterlides

Klink T., Münnich S., Höhne S., Lieb W. E.

Universitäts-Augenklinik, Josef-Schneider-Str. 11, D-97080 Würzburg

Einleitung: Die Therapiemöglichkeiten des Entropiums sind sehr vielfältig. Die Wahl des Verfahrens hängt im wesentlichen von der Genese, Ausprägung, etwaiger Voroperationen und zum teil auch vom Allgemeinzustand des Patienten ab. Ziel dieser Studie war es die durchgeführten Entropiumoperationen hinsichtlich ihrer funktionellen Ergebnisse, Komplikationen und Rezidive auszuwerten.
Patienten und Methoden: Für den Zeitraum von 1995 bis 2000 wurden die Daten von insgesamt 270 Patienten retrospektiv ausgewertet von denen 163 (196 Augen) verwertbar waren, die aufgrund eines Entropiums (senil 184, Narben 7, kongenital 1, Sturge-Weber-Syndrom 1) an der Universitäts-Augenklinik Würzburg operiert wurden. Die Nachbeobachtungszeit betrug im Mittel 15,8 Monate. Das Durchschnittsalter betrug 73,5 ±11Jahre. Es wurden 102 Frauen und 61 Männer behandelt. 20 Patienten waren bei Erstvorstellung voroperiert. Die durchgeführten primären Operationsverfahren waren: Schöpfernaht (38), Operation nach Jones (87; 15 mit zusätzlicher horizontaler Verkürzung, einmal mit lateraler Zügelplastik), Wies (32), Quickert (16), Blaskowicz (6); alleinige Schwächung des M.orbicularis oculi (Myektomie) (3), Keilexzision (9), Tarsalzungenplastik (4) und eine konjunktivale Schleimhautplastik.
Ergebnisse: Die Heilungsrate nach primärem Eingriff lag bei 78,6% (154), die Gesamtrezidivrate bei 21,4% (42). Die durchschnittliche Zeit bis zum Auftreten des Rezidivs betrug 11,5 Monate. Bei den Rezidivfällen wurde in 90,5% keine laterale Verkürzung vorgenommen (Operation nach Jones 29, Schöpfernaht 6, Operation nach Wies 3). In der Hälfte der Rezidive wurde keine Reoperation (21) vorgenommen. Bei den Reoperationen überwiegen die horizontal verkürzenden Verfahren (13). Spätkomplikationen waren Sensibilitätsstörungen (2) und Fadengranulom (1).
Schlußfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass neben der Reinsertion der Unterlidretraktoren auch die horizontale Lidverkürzung eine entscheidende Komponente für die erfolgreiche und dauerhafte Therapie des Entropiums darstellt.




DOG HomepageZurück / Back