Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Maligne T-Zell Lymphome der Lider

1Klüppel M., 1Marx W., 2Müller W., 1Sundmacher R.

1Augenklinik, 2Pathologie, Universitätsklinikum, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf

Hintergrund: Knotig ulzerierende Tumoren der Augenlider lassen bei langsamem Wachstum über Monate und Jahre zunächst meist an ein Basaliom denken. Ist ein solcher Tumor aber innerhalb weniger Wochen entstanden, muß an andere Tumorarten gedacht werden. Differentialdiagnostisch kommen benigne (z.B. Keratoakanthom) und maligne Tumoren (z.B. Plattenepithelkarzinom) in Frage. Primäre, lymphatische Tumoren der Lider sind jedoch selten.
Methode: Zwei männliche Patienten im Alter von 53 bzw. 64 Jahren stellten sich mit einem innerhalb weniger Wochen gewachsenen ulzerierenden Tumor des medialen Lidwinkels bzw. des Oberlides bei uns vor. Wegen des schnellen Wachstums und der Größe hieß die Verdachtsdiagnose "Keratoakanthom", obwohl das klinische Bild zu einem Keratoakanthom nicht ideal paßte. Die Tumoren wurden in toto exzidiert und histopathologisch untersucht.
Ergebnisse: Bei beiden Patienten handelte es sich um ein malignes T-Zell Lymphom vom Typ Ki-1 anaplastisches Großzelllymphom. Die Lider wurden mit 30 Gy nachbestrahlt. Während das erste Staging jeweils keinen Hinweis auf Metastasierung ergab, entwickelte der erste Patient nach 9 Monaten Kopfschwartenmetastasen. Eine CHOP-Chemotherapie und erneute lokale Bestrahlung folgten.
Diskussion: Wir zeigen zwei Fälle eines primär kutanen Ki-1-T-Zell-Lymphoms der Augenlider, welche sich innerhalb weniger Wochen mit rasanter Größenzunahme entwickelt hatten, wie man es sonst nur von Keratoakanthomen kennt. Bei solchen Tumoren muß differentialdiagnostisch an ein T-Zell-Lymphom gedacht werden. Eine zügige Diagnosestellung und Therapie sind für die Patienten von entscheidender vitaler Bedeutung.




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