Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Laser-Flare bei Trabekulektomie mit und ohne intraoperativer Mitomycingabe

Kohlhof K., Hille K., Krüger A., Spang S., Ruprecht K. W.

Universitäts-Augenklinik, Kirrberger Straße 1, D-66424 Homburg (Saar)

Einleitung: Bei filtrierenden Operationen wird eine Vernarbung der Filterkissen beobachtet. Durch die Gabe von Antimetaboliten wie Mitomycin-C (MMC) versucht man, dies zu verhindern. Weiterhin wird bei einer vermehrten Fibrinausschwemmung ein höheres Risiko der Vernarbung des Filterkissens beschrieben. Die vorliegende Untersuchung soll Aufschluss darüber geben, ob die intraoperative Applikation von MMC eine Auswirkung auf die Fibrinausschwemmung hat.
Patienten und Methode: In einer prospektiven randomisierten Untersuchung wurden bei 31 Glaukom-Patienten eine gedeckte Trabekulektomie durchgeführt. Bei 16 Patienten wurde ein mit 0,02% MMC-Lösung getränktes Schwämmchen für 45 Sekunden im Bereich des zukünftigen Filterkissens appliziert, 15 Patienten erhielten intraoperativ keine Zytostatika. Neben den üblichen Parametern wie Visus, Tension und Glaukomstatus wurde präoperativ, am zweiten postoperativen Tag, eine Woche sowie 6 Monate nach dem Eingriff eine Untersuchung mit dem Laser-Flare-Meter durchgeführt.
Ergebnisse: Die präoperativ erhobenen epidemiologischen Daten der zwei Patientengruppen zeigten keine statistischen Unterschiede. Bei der Patientengruppe ohne MMC Gabe betrug der Mittelwert der Laser-Flare- Messung (Photon counts/ms) zu den entsprechenden Zeitpunkten 12,4; 22,4; 20,0 und 11,6. In der Gruppe mit MMC lag der Mittelwert zu den Untersuchungsterminen bei 9,9; 25,8; 15,6 und 10,4. Der etwas stärkere Anstieg in der Gruppe mit MMC war statistisch nicht signifikant. Von den 16 Patienten, die intraoperativ MMC erhielten, waren 12 ohne weitere Maßnahmen druckreguliert, von denen, die intraoperativ keine Zytostatika erhielten, 5 Patienten (p< 0,01).
Schlußfolgerung: Die intraoperative Applikation von Mitomycin führt zu einer signifikanten Verbesserung der Filtration, hat aber keinen signifikanten Einfluss auf die intraoperative und postoperative Fibrinausschwemmung.




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