Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Indocyanin Grün- und Fluoreszenzangiographie beim Malignen Melanom der Aderhaut nach Protonenbestrahlung

Krause L., Heinrich S., Bechrakis N. E., Kreusel K. M., Foerster M. H.

Augenklink, Univ.-Klinkum Benjamin Franklin, FU Berlin, Hindenburgdamm 30, D-12200 Berlin

Einleitung: Der Effekt von Protonenstrahlung auf das maligne Melanom der Aderhaut ist nicht eindeutig geklärt. Ziel dieser prospektiven Studie war es die Strahlenreaktion auf die intratumoralen Gefäße mittels Indocyanin Grün Angiographie (ICG-A) und Fluoreszenzangiographie (FA) zu untersuchen.
Methoden: Wir untersuchten 40 Augen mit einem malignen Melanom der Aderhaut angiographisch. Die Indocyanin Grün Angiographien fertigten wir mit dem Scanning Laser Ophthalmoscope (SLO, Rodenstock), die FA mit einer Zeiss Funduskamera an. Die durchschnittliche Prominenz der Tumoren betrug 3,7 mm (1,2-7,5) Alle Tumoren hatten eine paramakuläre oder parapapilläre Lokalisation. Die Angiographien wurden vor der Bestrahlung sowie drei, sechs und zwölf Monate nach der Bestrahlung durchgeführt.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 320 Angiographien ausgewertet. In der ICG-A wiesen 89% der Melanome tumoreigene Gefäße auf. Alle Tumoren zeigten eine Blockade der Aderhautfüllung. In der FA ließen sich in 33% der Tumoren tumoreigene Gefäße nachweisen. Die Blockade der Aderhautfüllung war mit der der ICG-A vergleichbar. Drei Monate nach der Bestrahlung ließen sich keine Veränderungen nachweisen. Nach sechs und zwölf Monaten zeigten sich Mikroaneurysmen und irreguläre Gefäßwände mit zunehmender Leckage.
Zusammenfassung: Protonenstrahlung führt zu einer deutlichen Schädigung der Gefäßwände, die sich angiographisch erst mit einem zeitlichen Abstand zur Bestrahlung nachweisen ließ. Die ICG-A ist der FA im Nachweis dieser Veränderungen deutlich überlegen.




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