Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Anwendung einer standardisierten Dosis von intraoperativ gegebenem Mitomycin C (MMC) an 58 Glaukomaugen

Krommes G., Lieb W., Grehn F.

Univ.-Augenklinik, Josef-Schneider-Str. 11, D-97080 Würzburg

Zur Applikation von MMC in der Glaukomchirurgie verwenden wir 8x8 mm große Polyvinylacetat-Schwämmchen. Es wurden Messungen über die Schwämmchengröße und die Flüssigkeitsaufnahme durchgeführt, um ein standardisiertes Verfahren bei angewandter MMC-Dosis zu erreichen. Wir berichten über 58 Fälle zwischen 1996 und 2000, bei denen diese standardisierte Vorgehensweise berücksichtigt wurde.
Methoden: Polyvinylacetat-Schwämme wurden zu 8x8 mm großen Stücken zurechtgeschnitten, mit einer Präzisionswaage zuerst trocken und dann mit drei Tropfen 0,2 mg/ml MMC aus normierten 2 ml Spritzen gewogen und daraus die exakte Dosis berechnet. Bei der Standard-Trabekulektomie wurde das mit drei Tropfen MMC getränkte Schwämmchen für drei Minuten auf die Sklera plaziert. 58 operierte Augen von 56 Patienten mit Risikoglaukomen wurden bei einem Nachbeobach-tungszeitraum von durchschnittlich 57,6 Wochen retrospektiv ausgewertet.
Ergebnisse: Ein Schwämmchen nimmt bei drei Tropfen 0.2 mg/ml MMC eine mittlere Gesamtdosis von 17,81 ± 1,52 µg MMC auf. Keiner der 56 Patienten, bei denen das Verfahren angewandt wurde entwickelte eine Endophthalmitis. Nur je ein Patient entwickelte eine Fistulation mit Sickerkisseninfektion bzw. Überfiltration. 13 mal sahen wir eine Aderhautamotio. Der mittlere Tensiowert ließ sich von 36,2 mmHg auf 12,7 mmHg bei Entlassung, bzw. 14,5 mmHg bei der letzten Untersuchung senken. In 33 Fällen (56,9%) sahen wir eine Sickerkissenvernarbung, so daß bei 29 Patienten (50,0%) postoperativ 5-FU gegeben wurde, bei 13 Fällen (22,4%) entschieden wir uns zu einem Sickerkissen-Needling. An 15 Augen (25,9%) wurde eine Fadendurchtrennung durchgeführt.
Schlußfolgerung: Für die erfolgreiche Durchführung der Operation scheint eine kontrolliert applizierte Dosis MMC in einem standardisierten Verfahren eine wichtige Rolle zu spielen. Darüberhinaus ist die intensivierte postoperative Nachbehandlung von entscheidender Bedeutung (Y. Mutsch, DOG 1998, J. Bretzke, DOG 1999).




DOG HomepageZurück / Back