Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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GDNF induziert Wundheilung und Zellmigration via RET und dem MAP-kinase Signaltransduktionsweg

Kruse F. E., You L., Ebner S.

Augenklinik der Universität Heidelberg, INF 400, D-69120 Heidelberg

Nervenwachstumsfaktor (NGF) fand bereits Anwendung in der Behandlung nicht heilender Ulzera beim Menschen. In dieser Arbeit untersuchen wir den Effekt von GDNF, einem anderen Nervenwachstumsfaktor mit ähnlichen Funktionen im Nervensystem auf Zellmigration und Wundheilung von Hornhautepithelzellen. Desweiteren wurden die durch GDNF induzierten Signaltransduktionswege untersucht.
Methoden: Die Migration wurde in einer modifizierten Boyden Kammer untersucht. In-vitro Wundheilung wurde mittels Bilddokumentation von Wundkratzern evaluiert. MAP kinase und FAK Signaltransduktion wurde mittels Western Blotting mit phospho-spezifischen Antikörpern gegen die phosphorylierte Formen von GDNF Receptor Ret, Raf, MEK 1/2, Elk 1, Erk und p90Rsk untersucht, ebenso wie die Phosphorylierung von Paxillin und FAK. Herbimycin und Ret Inhibitoren wurden verwendet.
Ergebnisse: GDNF (250ng/ml) steigerte signifikant die Migration (p>0.01) und in vitro Wundheilung (p>0.0001), was durch Herbimycin gehemmt wurde. GDNF verursachte Zeit- and Dosisabhängige Phosphorylierung seines Rezceptors ret als auch unterschiedlicher Komponenten des MAPkinase Signaltransduktionsweges (cRaf, MEK 1, Erk 1/2 und Elk aber nicht p90Rsk). Herbimycin hemmte den Effekt von GDNF auf die MAP-kinase Signaltransduction. Ausserdem wurde FAK phosphoryliert was wiederum zu einer Phosphorylierung von Paxillin führte.
Diskussion: Unsere Ergebnisse zeigen, daß MAP-kinase und FAK Signaltransduction in der menschlichen Hornhaut mittels GDNF-GDNFRa/ ret Signaltransduktionssystem initiiert wird. Die Steigerung der Zellmigration scheint über FAK-Phosphorylierung vermittelt zu werden und ein primärer biologischer Effekt von GDNF in der Hornhaut. GDNF induziert über den MAP-Kinase Signaltransduktionsweg und seine Funktion ist ähnlich der anderer Neurotrophine. Unsere Daten unterstützen die Idee, daß Neurotrophine zur Behandlung von Wundheilungsstörungen, die auf Migrationsstörungen von Hornhautepithelzellen beruhen, verwendet werden können. (Kr 993/12-1)




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