Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Möglichkeiten und Grenzen der Testung visueller Funktionen mittels Internet

Kuchenbecker J., Lindner H., Behrens-Baumann W. Universitätsaugenklinik,

Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Hintergrund: Um die Leistungen des visuellen Systems quantitativ zu prüfen, können graphische Vorlagen mit definierter Größe, Form und Farbe verwendet werden. Diese Vorlagen können mittels Sehzeichenprojektor oder von einem Personalcomputer erzeugt werden. Neuerdings sind zunehmend auch im Internet Tests visueller Funktionen zu finden.
Methodik: Möglichkeiten und Grenzen der Testung visueller Funktionen mittels Internet werden aufgezeigt.
Ergebnis: Im Internet können heute bereits verschiedene Tests der Sehschärfe, des zentralen Gesichtsfeldes (Amsler-Gitter) und des Farbensehens vorgenommen werden. Diese Tests stehen potentiell etwa 300 Millionen Internetbenutzern zur Verfügung. Die Vielfalt der Tests reicht von der einfachen Darbietung der grafischen Elemente bis hin zur Möglichkeit der aufwändig programmierten interaktiven Eingabe durch den Benutzer zur Ermittlung des Testergebnisses. Mittels Internet sind auch Tests des Kontrast-, Bewegungs- und Stereosehens sowie Gesichtsfeldtests möglich. Die Bewertung der Testergebnisse ist allerdings in der Regel durch fehlende Kontrollmöglichkeiten des Testablaufs bzw. durch die Heterogenität der Hardware limitiert. Um vergleichbare Testergebnisse zu erhalten, müssen beispielsweise Unterschiede in der Größe und Auflösung sowie der Helligkeit, des Kontrastes und der Farbe bei den Computerbildschirmen berücksichtigt werden.
Schlußfolgerung: Eine annähernd genaue Testung visueller Funktionen mittels Internet erscheint möglich. Die Anzahl der verfügbaren Tests wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch weiter zunehmen. Inwieweit sich diese Tests für Screening-Untersuchungen in der Augenheilkunde eignen, wird in weiteren Studien geklärt.




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