Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Ansiedelung von Gliazellen auf oberflächen-modifizierten Silikonschaumfolien

1Kunze S., 2Schmidbauer M., 3Elsässer H. P., 2Richter H. A., 1Hesse L.

1Medizinisches Zentrum für Augenheilkunde. Philipps-Universität Marburg, Robert-Koch-Str. 4, D-35037 Marburg; 2Institut für Pathologie. Universitätsklinikum der RWTH Aachen; Pauwelsstr. 30, D-52074 Aachen; 3Institut für Zytobiologie und Zytopathologie. Philipps-Universität Marburg, Robert-Koch-Str. 5 D-35037 Marburg

Hintergrund: Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Polymerfolien, die durch Einwachsen retinaler Gliazellen (Müller-Zellen) ortstabil auf der Retina fixiert werden.
Methoden: Untersuchungsgegenstand waren 100 bis 300 µm dünne zellverträgliche Silikonschäume mit Poren zwischen 40 und 230 µm Durchmesser. Die Folien wurden mit unterschiedlichen Ladungen (anionisch und kationisch) und Beschichtungen an der Oberfläche modifiziert und mit U373-Zellen (Astrogliazelllinie/Marburg), Müllerzellen vom Schwein und L929-Zellen (Fibroblasten/Aachen) besiedelt. Die Kultivierungszeit betrug zwischen 24h und 14d. Die Auswertung erfolgte fluoreszenzmikroskopisch unter qualitativen und quantitativen Gesichtspunkten.
Ergebnisse: Sowohl Astrogliazellen der Zelllinie U373, als auch Müllerzellen/L929-Zellen lassen sich auf Silikonschäumen ansiedeln. Dabei ist die Dichte und Homogenität der Besiedelung abhängig von der Geometrie und Oberflächenmodifikation der Schäume. Große Poren (100 - 230 µm) und eine geringe anionische Ladung begünstigen die Ansiedelung. Kationisch oberflächenmodifizierte Silikonfolien zeigen nur eine geringe Zelldichte und Homogenität.
Schlußfolgerung: Durch Änderung der Porengröße und Modifikation der Oberfläche kann das Einwachsen retinaler Gliazellen in Silikonschäume angeregt werden. Damit sind die Voraussetzungen für eine dauerhafte Fixation von Silikonfolien auf der Netzhaut durch Einwachsen retinaler Gliazellen erfüllt. (gefördert durch die DFG He 3059 und Ri 947)



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