Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Herrick Lacrimal Plugs mit Folgen

Küppers J., Hungermann D., Büchner T., Busse H., Gerding H.

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, WWU Münster, Domagkstr. 15, 48149 Münster

Hintergrund: Fallbeispiel einer Patientin, bei der der Einsatz von Herrick Lacrimal Plugs von der Symptomatik eines trockenen Auges zur operationsbedürftigen Epiphora konvertierte.
Falldemonstration: Wir berichten über eine 55-jährige Patientin, bei der nach 10-jähriger nicht erfolgreicher konservativer Therapie eines trockenen Auges in den USA eine Herrick Lacrimal Plug-Implantation durchgeführt worden war. Die Patientin war nach dem Eingriff zunächst für ein Jahr beschwerdefrei, dann traten bds. störende Epiphora und rezidivierende Entzündungen der Tränenwege auf. Beim Spülversuch zeigte sich bds. eine Canaliculus communis-Stenose. Bei der operativen Canaliculus- Darstellung ließ sich links der narbig-fibrotisch eingekapselte Lacrimal plug entfernen. Rechts bestand ein narbiger Verschluß des Canaliculus communis mit Degradation des Implantatmaterials und Einbau in das Canaliculus-Gewebe. Das operative Vorgehen und histologische Befunde werden demonstriert.
Schlußfolgerung: Die Verwendung von Lacrimal-plugs, die in das Tränenpünktchen eingesetzt werden, hat sich für ausgewählte Patienten mit einer Sicca-Symptomatik weitgehend bewährt. Die Anwendung der in diesem Fall benutzten Herrick Lacrimal Plugs, die in den Canaliculus implantiert werden, kann jedoch nicht empfohlen werden.




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