Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Puntionstechniken zur Blutentnahme bei Corneaspendern

Langer C., Franke A., Duncker G. I. W., Bredehorn T.

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Magdeburger Str. 8, 06112 Halle; Deutsche Stiftung Organtransplantation - Organisationszentrale OST, Leipzig Walther-Köhn- Str. 1A, 04448 Leipzig

Hintergrund: Stehen keine geeigneten asservierten Blutproben zur Durchführung serologischer und virologischer Untersuchungen zur Verfügung, muß zur Durchführung der in den Richtlinien der Bundesärztekammer zum Führen einer Hornhautbank geforderten Laboruntersuchungen auf vor der Explantation gewonnenes Leichenblut zurückgegriffen werden. Dies ist in Anbetracht der postmortalen Veränderungen am Leichnahm teilweise mit erheblichen Problemen verbunden.
Methoden: Die in der Mitteldeutschen Corneabank Halle eingesetzten Techniken werden folgende Techniken eingesetzt: Punktion der A. femoralis, Punktion der A. subclavia, Intrakardiale Punktion. Diese Techniken wurden hinsichtlich ihrer Eignung zur Gewinnung von Leichenblutes verglichen.
Ergebnisse: Alle drei Methoden waren zur prinzipiell zur Entnahme von Leichenblut geeignet. Die Intrakardiale Punktion liefert die größten Mengen Leichenblut. Die Möglichkeit der Aspiration anderer Körperflüssigkeiten ist bei der Punktion der A. sublcavia gegenüber den anderen Methoden deutlich vermindert. Aufgrund der erschwerten Orientierung durch den fehlenden Femoralispuls ist die erfolgreiche Punktion der A. femoralis am kompliziertesten.
Schlußfolgerung: Die Entnahme einer ausreichenden Menge Leichenblut ist durch jede dieser Techniken möglich. Zur Blutentnahme am Leichnahm sind vor allem die Punktion der A. subclavia und die Intrakardiale Punktion zu empfehlen. Bei durch die Anatomie oder Erkrankung des Spenders bedingten Problemen bei einer dieser Punktionstechniken kann durch Beherrschen anderer Techniken die suffiziente Blutentnahme sichergestellt werden.




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